Erfolg mit 800 Anleihen und 17 Aktien

Erfolg mit 800 Anleihen und 17 Aktien

Laut dem European Wealth Index des britischen Vermögensverwalters Schroders machten sich schon Ende Mai 56 Prozent der heimischen Privatanleger wegen der Eurokrise die größten Sorgen. Immerhin 29 Prozent der befragten Österreicher sahen im niedrigen Zinsniveau einen Risikofaktor für ihren Vermögensaufbau. Aus heutiger Sicht ist nicht seriös zu beurteilen, wie es an der Krisenfront weitergeht. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass die angespannte Situation an den Finanzmärkten noch längere Zeit anhält.

Den Auftakt zu weiteren Verwerfungen machte Mitte der Woche der Renditeanstieg zehnjähriger spanischer Staatsanleihen – mit rund 7,5 Prozent Zinsen wurde das bisherige Rekordniveau erreicht. Wer trotz der Nervosität an den Finanzmärkten zu einem Investment bereit ist und mehr Zinsen als am Sparbuch oder bei sicheren Staatsanleihen Österreichs und Deutschlands kassieren will, sollte einen Blick auf den defensiven Euro-Mischfonds M&G Optimal Income (ISIN GB00B1VMCY93) werfen.

Der vom britischen Star-Fondsmanager Richard Woolnough gelenkte Mischfonds musste zwar nach dem Finanzcrash vom Herbst 2008 wie zahlreiche andere Finanzprodukte auch Federn lassen. Mit einem Jahresverlust von 5,8 Prozent war der damalige Rückschlag aber verkraftbar und wurde rasch wieder aufgeholt: Der Ertrag erreichte bereits im darauffolgenden Kalenderjahr 34 Prozent. Auch im Fünf-Jahres-Vergleich fällt die Bilanz positiv aus. Über diesen Zeitraum stellte der M&G Optimal Income alle in Österreich erhältlichen rund 250 vergleichbaren flexiblen Mischfonds in den Schatten. Anleger, die im Juli 2007 einen Betrag von 10.000 Euro in den Fonds investierten, blicken aktuell auf ein Vermögen von 15.310 Euro.

Mit dem Durchschnitt der vergleichbaren Fonds hat sich der gleiche Einsatz dagegen nur geringfügig auf 10.330 Euro erhöht (siehe Chart links). Für diese Leistung wurde Fondsmanager Woolnough von der Ratingagentur Morningstar mit der Bestnote von fünf Sternen ausgezeichnet.

Fokus auf Unternehmenspapiere

Der Fonds weist ein Volumen von rund 10 Milliarden Euro auf, die in 800 Anleihen und 17 Aktien investiert sind. Bei der Veranlagung liegt das Hauptaugenmerk im Moment mit einem Anteil von 44 Prozent auf Unternehmensanleihen mit solider Bonität, auf Hochzinspapiere mit schwächerer Bonität entfallen 39 Prozent des Depots. Rund ein Fünftel ist in Staatsanleihen investiert.

Beim Engagement in Aktien legt Fondsmanager Woolnough mit einem Anteil von rund 5 Prozent wie bereits in den vergangenen Jahren Zurückhaltung an den Tag.

Auch die Kosten für die Kunden sind attraktiv: Auf Seite der Gebühren bleibt die Belastung für Anleger mit einer Gesamtkostenquote von 0,96 Prozent in engen Grenzen. Die Verkaufsspesen des Fonds betragen 4 Prozent. Beim Onlinebroker direktanlage.at kommen Investoren ab einer Mindestveranlagung von 1.500 Euro mit 2 Prozent Verkaufsgebühren günstig weg.

- Robert Winter

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