Ein Fall für Salomo

Ein Fall für Salomo

Der Bedarf an neuen Internetadressen ist groß. So wird es ab dem nächsten Jahr viele neue Kürzel geben nach dem Punkt. Wer über die Namen verfügen darf und wer damit verdienen wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen.

1.930 Bewerber haben der zuständigen Behörde ICANN dafür jeweils 185.000 Dollar überwiesen. Dass die es trotz der eingesammelten 360 Millionen Anmeldegebühr nicht geschafft hat, eine pannenfreie technische Logistik aufzuziehen, ist äußerst peinlich. Und erhöht den Druck auf ICANN, sich keine weiteren Patzer zu leisten. Denn der schwierigste Teil des Projekts kommt erst:

Dass Adressen wie .bmw, .obi oder .tirol den entsprechenden Firmen und Regionen zugeschlagen werden, ist naheliegend. Streit ist programmiert um die heiß begehrten Adressen wie .music, .blog, .web oder .hotel. Spannend wird es für Google und Amazon, die sich schon jetzt um .shop oder .search streiten. Wer kriegt’s? Allein Google hat sich für 101 Adresszonen angemeldet. ICANN wird nahezu salomonische Lösungen finden müssen und darf sich nicht vor die Karren jener Konzerne spannen lassen, die das meiste Geld springen lassen.

Barbara Mayerl

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