Edel-Therme: Herbert Hacker über das
„life medicine Resort“ in Bad Gleichenberg

Als das umgebaute Kurhaus in Bad Gleichenberg (oder besser: live medicine Resort) vor rund eineinhalb Jahren aufsperrte, wurde das Restaurant hier an dieser Stelle bereits positiv besprochen.

Die Kombination aus dem wahrscheinlich schönsten Thermenhotel Österreichs und einer wirklich guten Küche (damals unter der Leitung des Tirolers Otto Bayer) erschien als wahrer Glücksfall. Bayer, der das Küchenkonzept entwickelte, ist inzwischen weg und hat das Kommando dem Küchenchef Manfred Hödl überlassen. Und der kocht inzwischen so gut, wie man es in einem Kurhaus nicht erwarten würde. Hödl war früher in den Saziani Stuben, er ist ein talentierter Profi, dem es meisterhaft gelingt, eine grundsätzlich gesunde Küche so hinzukriegen, dass die Dinge auch wirklich nach was schmecken. Und das ist selten. Denn zumeist sind die Küchen in Thermenhotels so aufregend wie ein stillgelegtes Dampfbad.

In Gleichenberg hingegen werden lustvoll knusprige Spanferkel (mit einer schönen Kruste), intensive Selleriecremesuppen, herrliche Doraden, frische Rotbarben, gebratene Kaiserbrassen und üppige Desserts serviert. Weine und Bedienung sind ebenso erfreulich wie die Preise. Und dann ist da noch die Optik. Das von dem norwegischen Architektenbüro Jensen & Skodvin entworfene Gebäude ist eine einzige Augenweide. Eigentlich unverständlich, dass die Zahl der À-la-Carte-Gäste immer noch eher gering ist. Das Haus würde sich einen stärkeren Zulauf verdienen.

Name: life medicine Resort
Adresse: 8344 Bad Gleichenberg, Brunnenstraße 31, Tel.: 0 31 59 / 22 94 - 4001
Öffnungszeiten: tägl. 12–14, 18–23 Uhr
Preise: VS: 3 bis 11, HS: 12 bis 16 Euro

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