Die digitale Erbfolge

Die digitale Erbfolge

Vor einem halben Jahr wurde er zum vierten Mal Vater. Wohl mit ein Grund für den 57-jährigen Filmstar Bruce Willis, über sein Erbe nachzudenken.

Wie viele Dollar der „Die Hard“-Schauspieler in seine iTunes-Sammlung gesteckt hat, ist nicht bekannt. Wenig dürfte es nicht sein, sonst hätte er nicht öffentlichkeitswirksam darüber nachgedacht, wem er die dereinst vermachen wird. Geht es nach Apple, keiner seiner vier Töchter, denn die digitale Erbfolge gibt es in den Geschäftsbedingungen so nicht.

Die iTunes- AGB sind da relativ „offen“ formuliert. Filme werden grundsätzlich nur verliehen. Dass Willis einen Musterprozess anstrebe, dementierte seine Frau tags darauf. Zu spät. Mit dem lauten Nachdenken ist ein Thema am Tisch, über das viele Verbraucher noch nicht nachgedacht haben: Wie sieht das digitale Erbrecht eigentlich aus?

Mit Schrecken stellen wir fest, dass wir zwar in den Suchmaschinen „ewig“ weiterleben können, die digitalen Schätze aber nicht immer unser sind. Bis das ausjudiziert ist, hilft erst einmal nur eins: viele Sicherungskopien ziehen und vielleicht doch wieder ein paar Schallplatten und CDs kaufen. Frei nach dem Motto: Spiel mir das Lied „nach“ dem Tod.

Barbara Mayerl

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