Der Knolle auf der Spur: Herbert Hacker über das "Pan e Wien" im dritten Bezirk

Wie jedes Jahr um diese Zeit riecht es derzeit in vielen Restaurants des Landes besonders intensiv nach Trüffeln. Denn die begehrten Stinker der Gattung Tuber magnatum Pico haben jetzt Hochsaison. Das Knollenfieber grassiert. In Wien ist es vor allem der Koch und Gastronom Thomas Edlinger, der momentan in seinem Pan e Wien im dritten Bezirk täglich größere Mengen an weißen Trüffeln verarbeitet. Was Edlinger betrifft, so könnte man sagen: „Mit vollen Hosen ist leicht stinken.“

Denn in seinem Zweitlokal Pan e Giardin gleich um die Ecke findet seit einigen Wochen jeden Samstag von 8 bis 17 Uhr ein Trüffelmarkt statt – der einzige Österreichs. Diesen Samstag ist der Markt zum letzten Mal geöffnet. Dort können Knollen in den verschiedensten Größen und Gewichtsklassen sowie alle erdenklichen Trüffelprodukte zu relativ günstigen Preisen erworben werden. Wer allerdings nicht selber den Trüffelhobel in die Hand nehmen will, kann in Edlingers Edeltrattoria die ganze Woche über herrliche „Tartufi -Gerichte“ verdrücken. Etwa ein pochiertes Ei auf Blattspinat mit weißer Trüffel – ein Gericht mit extrem hohem Suchtfaktor. Weiße Trüffel werden auch zu Taglerini, einer Polenta oder einem wunderbaren Risotto serviert. Gar nicht übel auch die getrüffelten Gänseleberravioli mit Kalbsjus. Was die Weinkarte betrifft, so dominieren noch immer die Piemonteser, wobei der eine oder andere Dolcetto wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses besonders zu empfehlen ist.

NAME: Pan e Wien
ADRESSE: 1030 Wien, Salesianergasse 25, Tel.: 01/710 38 70
ÖFFNUNGSZEITEN: Mo–Fr 11.30–24.00 Uhr
PREISE: Vorspeisen bis 13, Hauptspeisen bis 28 Euro

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