Blatter muss Kärntner sein

Würde man einen Korruptionsuntersuchungsausschuss über die Vorgänge im Fußballweltverband FIFA einsetzen, wäre das gesamte Parlament nicht nur für ein Jahr, sondern für eine gesamte Legislaturperiode lahmgelegt.

Die Historie der FIFA ist gespickt mit Korruptions- und Bestechungsvorwürfen. Seit 1998 steht Joseph vulgo „Sepp“ Blatter an der Spitze dieses Verbandes, und mit dem Tag seines Antritts ist die FIFA immer noch tiefer in den Korruptionssumpf hineingeraten. Und was tut der Schweizer Blatter? Er beschwichtigt („Krise? Was ist eine Krise?“, Blatter 2011). Er mauert („Ich sage nichts dazu“, Blatter 2010). Und er schiebt die Verantwortung für die Skandale und den Imageverlust anderen in die Schuhe.

2010 setzt er eine Taskforce ein, 2011 engagiert er einen ehemaligen FBI-Chef zum Aufräumen, und 2012 ernennt er eine FIFA-Ethikkommission. Aber denkt der 76-Jährige nach all den schwerwiegenden Vorwürfen an Rücktritt? Nein! Er will seinen Erfolg sogar noch prolongieren und nach Auslaufen der aktuellen Amtszeit noch eine dranhängen. Gerade jetzt drängt sich da eine Frage auf: Könnte es sein, dass der Sepp ein Kärntner ist?

Kommentar

Standpunkte

Arne Johannsen: Erst die Pleite, dann das Dilemma

Kommentar

Standpunkte

Miriam Koch: Arbeitsmarkt, Ziegen, Roboter und wir

Standpunkte

Robert Hartlauer: Wie die Kleinen Händler den Großen Paroli bieten