An der Leitbörse der Welt führt kein Weg vorbei

Die amerikanischen Wahlen sind geschlagen, der charismatische Demokrat Barack Obama wird der nächste Präsident der USA. Weltweit hoffen nicht nur Anleger, dass Obama die Immobilien- und Finanzkrise in den Griff bekommt. Ob das kurzfristig die Börsen beflügelt, ist mehr als unsicher. Bekannterweise haben die sogenannten „politischen Börsen“ kurze Beine. Oft folgt der anfänglichen Euphorie, die sich in der Regel nach den Wahlen einstellt, eine Katerstimmung der Aktionäre.

Auf jeden Fall sprechen neben der Hoffnung auf eine erfolgreiche Präsidentschaft Obamas auch viele andere Argumente für ein Investment an der Wall Street. Erstens: Man kommt schon wegen der schieren Größe kaum am wichtigsten Börsenplatz der Welt vorbei. Zweitens: Die US-Notenbank ist wesentlich beherzter bei Zinssenkungen als die europäischen Währungshüter. Drittens: Die USA haben eine wesentlich gesündere Altersstruktur als Europa, ein ständiger Strom an Einwanderern sorgt fast automatisch für ein höheres Wirtschaftswachstum als auf dem Alten Kontinent. Viertens: Viele US-Konzerne sind international tätig und gehören damit zu den Hauptgewinnern der Globalisierung. Nicht zuletzt verlaufen die Kursbewegungen von US-Aktien traditionell stabiler als die anderer Werte. Das belegt auch die jüngste Finanzkrise, bei der sich die Notierungen in Amerika deutlich besser entwickelten als in anderen großen Aktienmärkten von England bis Japan.

Ein Fonds, der sich heuer besonders hervortut, ist der bereits im Jahr 1928 gegründete Pioneer Fonds, den es seit Februar 2002 auch in einer Euro-Variante unter dem Namen Pioneer Fund – US Pioneer (ISIN LU0133643469) zu kaufen gibt. Dabei gelang Fondsmanager John Carey auch in jüngster Zeit das Kunststück, das Portfolio vor allzu starken Verlusten zu schützen und besser abzuschneiden als nahezu sämtliche Konkurrenten. Auf Ein-Monats-Sicht hat der Geldverwalter von Pioneer Investments die Verluste mit minus 4,8 Prozent in Grenzen gehalten, während der amerikanische Dow-Jones-Index, in Euro gerechnet, mit minus 9,4 Prozent fast doppelt so tief absackte. Und in den vergangenen 60 Monaten hat der Pioneer Fonds immerhin um zehn Prozent besser abgeschnitten als der US-Leitindex.

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