Einsprüche gegen Meinl-Anklage

Anglage wegen Untreue: Julius Meinl V. erhebt Einspruch.

Anglage wegen Untreue: Julius Meinl V. erhebt Einspruch.

Die Staatsanwaltschaft hat Julius Meinl V. und zwei seiner Bankmanager der Untreue angeklagt. Die Beklagten haben dagegen Einspruch erhoben.

Die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel verliefen für Julius Meinl V. und zwei seiner Bankmanager, Peter Weinzierl und Günter Weiß, alles andere als ruhig oder besinnlich. Denn nur wenige Tage vor Weihnachten wurde den drei Herren von der Staatsanwaltschaft Wien eine Anklage wegen Untreue zugestellt.

Inhalt der Anklage: Julius Meinl habe 880.000 Euro aus der Meinl Bank entnommen, um damit Detektive zu seinem eigenen Schutz zu zahlen. Weinzierl und Weiß habe er zur Untreue angestiftet, mutmaßt die Staatsanwaltschaft. Eine Anklage im eigentlichen Kriminalfall, dem umstrittenen Rückkauf von MEL-Zertifikaten, gibt es indes nach mehr als zehn Jahren Ermittlungen noch immer nicht.

"Schikane der Staatsanwaltschaft"

14 Tage hatten Meinl &Co Zeit, gegen die Anklage Einspruch zu erheben. Und das ist von allen drei Angeklagten auch geschehen, wie trend von Peter Weinzierl erfuhr: "Diese Anklage ist völlig verfehlt und schwachsinnig", begründet er knapp. Auch der Zeitpunkt der Anklagezustellung durch die Staatsanwaltschaft sei schikanös, so der Meinl-Manager: "Da wird jahrelang ermittelt, und dann wird die Anklage ausgerechnet vor Weihnachten fertig?"

Als nächstes ist das Oberlandesgericht Wien am Zug, das die Einsprüche prüfen muss.

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