Mateschitz lässt im Murtal wieder Millionen sprudeln

Mateschitz lässt im Murtal wieder Millionen sprudeln

Didi Mateschitz gibt der Region Murtal wieder einen neuen Impuls. Diesmal mit Bier.

Didi Mateschitz setzt sich ein weiteres Denkmal in der Obersteiermark und investiert wieder Millionen. Diesmal in ein uraltes Schloss, das eine ganz spezielle Funktion erhalten soll. Daneben soll auch ein Neubau entstehen. Zwei Investitionen vor Ort wurden aber auf Eis gelegt.

Es ist ein mächtiges altes Anwesen, das Didi Mateschitz mit Schloss Sauerbrunn im obersteirischen Pöls 2008 gekauft hat. Unter und um das Schloss liegen gleich mehrere Heilquellen. Im Inneren des halb verfallenen Besitzes, das mehr Festung als Schloss ist, hört man noch immer das Quellwasser in einem Bassin sprudeln. Doch Quellwasser und Schloss sollen schon 2018 eine neue Funktion erhalten.

Zum einen soll das Schloss, rund 15 Kilometer vom Red Bull Ring entfernt, saniert werden. Zum anderen soll auch ein kompletter Neubau etwa 150 Meter vom Schloss entfernt entstehen. Eine offizielle Bestätigung des Projekts in Spielberg gibt es indes noch nicht, über die konkreten Baupläne hüllt man sich in Schweigen.

Schaubrauerei und Gastronomie vorerst auf Eis

Fest steht, dass eine Thalheimer Heilwasser GmbH existiert, deren Eigentümer laut Firmenbuch die Dietrich Mateschitz Beteiligungs GmbH ist. Der Pölser Bürgermeister Gernot Esser bestätigt aber, dass eine Brauerei gebaut wird und die Arbeiten daran zügig voranschreiten. Laut dem Ortschef wurden auch dafür bau- als auch gewerberechtlichen Bewilligungen eingeholt. Es gibt zwar auch bereits Genehmigungen für eine Schaubrauerei und Gastronomie, doch diese seien seiner Ansicht nach von den Eigentümern vorerst wieder schubladisiert worden. Insgesamt soll für das gesamte Projekt ein Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro budgetiert sein. Die Eröffnung der abgespeckten Version soll schon 2018 erfolgen.

Geschäftsführer des neuen Mateschitz-Projekts ist seit August sein 25-jähriger Sohn Mark Gerhardter. Er ist neben Roland Concin im Firmenbuch als solcher eingetragen. Früher wurde von der Heilquelle in Thalheim Mineralwasser abgefüllt. Das Wasser für die Bierproduktion soll laut Esser übrigens aus einer Quelle am Areal bezogen werden. Im Sommer wurde bereits die Braumeister-Stelle ausgeschrieben und diversen Job-Portalen zufolge im Internet auch vergeben.

Das Schloss Sauerbrunn wurde 1547 bis 1552 in der Nähe der Sauerbrunnquellen erbaut und von Freiherr Franz von Teuffenbach 1567 zu einer Spitals- und Armenhausstiftung umgewandelt. Etwa zur gleicher Zeit entstand auch die Sternschanze - ein historisches Gebäude mit vierzackigem Stern als Grundriss nahe dem Schloss. Seit dem Jahre 1578 wurde das Wasser der Mineralquellen als Thalheimer Sauerbrunn bezeichnet und als Heilwasser vertrieben. Das Schloss wurde auf der Basis eines Pachtvertrages ab dem 20. Jahrhundert bis zum Jahr 2001 als Abfüllanlage des "Thalheimer Schlossbrunnens" genutzt.

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