Mastercard führt Bezahlen mit Selfie ein

Mastercard führt Bezahlen mit Selfie ein

Touristen posieren vor dem "Charging bull" in New York City für ein Selfie. Bald können Smartphone-Nutzer mit dem digitalen Schnappschuss sogar bezahlen.

Bezahlt wird bald nicht mehr mit Kreditkarte, sondern mittels Selfie: Das Kreditkartenunternehmen Mastercard arbeitet bereits länger an dieser Bezahlmethode, im Sommer soll sie in 15 Ländern eingeführt werden, heißt es in einem Bericht der "Financial Times". Österreicher müssen sich allerdings noch gedulden.

Vor dem Eiffelturm, am Strand und bald auch beim Bezahlen: Das Selfie, also ein Selbstporträt mit dem Smartphone, soll schon bald auch eine Möglichkeit sein, zu bezahlen. In Großbritannien kann dem Bericht der "Financial Times" zufolge schon bald mit einem Selbstporträt bzw. einem Fingerabdruck bezahlt werden - ganz ohne Pin-Codes, Passwörter oder sonstige Bestätigungen. Das sogenannte "selfie pay" greift dabei auf ein auf dem Smartphone des Besitzers gespeichertes, aber verschlüsseltes Foto zurück, das beim Bezahlen mit einem aktuellen Selfie verglichen wird. Die Transaktion kann demnach nur abgeschlossen werden, wenn die biometrischen Merkmale übereinstimmen.

Um Betrug oder Manipulationen zu verhindern - etwa durch eine Foto, dass man vor die Kamera hält - muss der Nutzer beim Bezahlen mit den Augen zwinkern.

"Die Nutzer in den USA und den Niederlanden lieben es", sagt Ajay Bhalla, der zuständige Manager für Sicherheitslösungen bei Mastercard. In den beiden Ländern testete das Unternehmen diese Bezahlmethode. Daneben feilte Mastercard auch an Lösungen, wie man etwa durch Spracherkennung oder das Scannen der Iris bezahlen kann.

"Selfie pay" soll im Sommer 2016 in insgesamt 15 Ländern starten. In Österreich startet die Bezahlmedthode laut einer Unternehmenssprecherin erst 2017.

Kontaktloses Zahlen hat Marke von einer Milliarde überschritten

Mastercard setzt verstärkt auf mobile Bezahllösungen, um sich gegen den Erzrivalen Visa zu wappnen. Beim kontaktlosen Zahlen mit der Bankomat- oder Kreditkarte verzeichnete man 2015 erstmals mehr als eine Milliarde Transaktionen. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres machte das Zahlen ohne Kontakt im stationären Handel 13 Prozenta aus. Auch die Österreicher hätten zum Wachstum beigetragen, so Mastercard.

Im vierten Quartal 2015 verdiente das Kreditkartenunternehmen 890 Millionen Dollar, elf Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das Zahlungsvolumen erhöhte sich um zwölf Prozent auf 1,2 Billionen Dollar.

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