Manner erholt sich von Fabrikseinsturz: Umsatz steigt

Manner erholt sich von Fabrikseinsturz: Umsatz steigt

Unternehmens-Chef Carl Manner: Der Fabrikseinsturz 2014 wird sich auch noch auf das laufende Geschäftsjahr auswirken.

Es läuft wieder halbwegs rund für den Wiener Waffelproduzenten Manner: Nachdem der Einsturz eines Produktionsgebäudes in Wien dem Süßwarenhersteller das vergangene Geschäftsjahr verhagelt hat, legt Manner im ersten Quartal 2015 beim Umsatz um 1,4 Prozent auf 41,4 Millionen Euro zu.

Im Jahresbericht 2014 hatte Manner für die ersten beiden Monate des heurigen Geschäftsjahres noch einen Umsatzrückgang von 2,4 Mio. Euro gemeldet.

Ganz verdaut ist der Teileinsturz aber noch nicht. "Neben dem eigentlichen Kerngeschäft werden der Standortumbau in Wien und die Auswirkungen aus dem Gebäudeeinsturz das Jahr 2015 in seinem Geschäftsergebnis prägen", erklärte Aufsichtsratschef Carl Manner. Wie das erste Quartal unterm Strich gelaufen ist, also ob ein Gewinn oder Verlust zu Buche stand, gab Manner im Quartalsbericht nicht bekannt.

Während der Umsatz am Heimatmarkt Österreich zu Jahresbeginn um 4,2 Prozent auf 17,4 Mio. Euro zulegte, gab es beim Export einen leichten Rückgang um 0,6 Prozent auf 23,9 Mio. Euro. Im Ausblick prognostiziert Manner eine leichte Steigerung bei Absatz und Umsatz.

Bis Jahresende habe der Einsturz einen Umsatzverlust von 10,3 Mio. Euro verursacht. Der Nettogewinn brach von 4,6 Mio. Euro auf nur noch 895.000 Euro ein. Ein Sparkurs verhinderte höhere Einbußen.

Teure Kakaobohnen

Die Süßigkeiten-Produktion hat durch den Einsturz und den Umbau vorrübergehend an Effizienz verloren, hier will das Management heuer wieder aufholen. Neben den gestiegenen Preisen für Haselnüsse kämpft Manner aktuell auch mit den Preissteigerungen bei Kakaobohnen. Die Rohstoffpreise werden sich im gesamten Geschäftsjahr 2015 auswirken, erklärte das Unternehmen.

Im Vorjahr hatte der Gebäudeeinsturz zu einem Gewinneinbruch geführt. Wegen eines Rückgangs beim Umsatz schmolz der Gewinn von 4,6 Mio. Euro auf nur noch 895.000 Euro. Sparmaßnahmen verhinderten höhere Einbußen. Aktuell hat Manner 765 Mitarbeiter, um 40 mehr als vor einem Jahr. Aufgrund des temporären Mehrbedarfs seien Leiharbeiter eingestellt worden.

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