Madoff-Masseverwalter Picard zieht Klage gegen Bank Austria zurück

Die US-Milliarden-Klage aus dem Jahr 2010 ist gescheitert. Bei der Bank Austria ist man nun erleichtert. Medici-Bankerin Sonja Kohn muss noch bangen.

Madoff-Masseverwalter Picard zieht Klage gegen Bank Austria zurück

Wien Irving Picard, Masseverwalter des verurteilten US-Betrügers Bernard Madoff, hat Ende letzten Jahres die Milliardenklage gegen die Bank Austria und weitere Beklagte zurückgezogen, wie das FORMAT in seiner Ausgabe vom Freitag berichtet. Insgesamt 70 Personen, darunter auch frühere Bank-Manager wie Gerhard Randa oder Willi Hemetsberger, sind im Jahr 2010 auf 19,6 Milliarden Dollar geklagt worden. Sie wären für den Milliardenschaden, den Madoff verursacht hat mitverantwortlich, hieß es darin.

Nach einer Klagsabweisung Anfang letzten Jahres durch ein US-Gericht erster Instanz dürfte Picard nun nicht mehr viel Aussicht auf Erfolg gesehen haben und zog die Klage zurück.

Lediglich gegen Medici-Bankerin Sonja Kohn und zwei ihr zurechenbare Gesellschaften wird das Verfahren fortgesetzt. In der Bank Austria ist die Freude groß, ein Sprecher sieht den Rechtsstandpunkt der Bank endlich bestätigt.

150 Jahre Haft

Am 29. Juni 2009 wurde Madoff zu 150 Jahren Haft verurteilt. Der heute 76 Jahre alte Finanzjongleur legte das Geld seinerzeit nicht an, sondern verteilte es ähnlich wie bei einem Pyramidenspiel immer weiter. Der Schaden soll sich auf bis zu 65 Milliarden Dollar belaufen. Zehntausende Anleger wurden geschädigt.

In Österreich verkaufte die Bank Austria sogenannte „Primeo Fond“. Das Fondsvermögen wurde Madoff überlassen. In den Verkaufsprospekten von „Primeo“ tauchte der Name Madoff allerdings nicht auf. Gegen die Bank Austria wurden hunderte Klagen von Madoff-Opfern mit einem Streitwert von 130 Millionen Euro eingereicht.

Artikel aus FORMAT Nr. 3/2015 - Zum ePaper-Download

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