Lungentransplantation für Niki Lauda - Ärzte "sehr zufrieden"

Luftfahrtunternehmer und Formel 1 Legende Niki Lauda Aufnahme aus 2013)

Luftfahrtunternehmer und Formel 1 Legende Niki Lauda Aufnahme aus 2013)

Der 69-jährige Unternehmer und dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda wurde im Wiener AKH einer Lungentransplantation unterzogen. Den Ärzten zufolge ist die Operation gut verlaufen.

Der Unternehmer und dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda musste im Wiener AKH einer Lungentransplantation unterzogen werden. Wegen einer Erkrankung befand sich der 69-jährige seit mehr als einer Woche im Spital. Die Operation wurde von Walter Klepetko, dem Leiter der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie, und Konrad Hötzenecker durchgeführt. Operateur Klepetko hat nach der Transplantation bezüglich Laudas Genesung Lauda zuversichtlich gezeigt. "Es ist momentan alles in einem sehr guten Verlauf und wir sind sehr zufrieden", erklärte er. Ein junger Patient würde das Krankenhaus laut Klepetko nach einem derartigen Eingriff mitunter bereits nach zwei oder drei Wochen wieder verlassen können. Bei älteren Patienten dauere das allerdings länger.

Weitere Details zum Gesundheitszustand des Unternehmers, der derzeit mit Laudamotion in Kooperation mit Ryanair wieder einen Einstieg in das Luftfahrtgeschäft wagt, sind aktuell nicht bekannt.

Niki, der Luftfahrer

Lauda ist seit fast 40 Jahren im Luftfahrtgeschäft aktiv. 1979 gründete er Lauda Air, die im Jahr 2002 von den Austrian Airlines übernommen wurde. Schon ein Jahr später stieg er mit "Niki" ("flyniki") wieder in das Fug-Geschäft ein. Diese Airline wurde 2011 zur Gänze in die Air Berlin eingegliedert. Nach der Pleite der Air Berlin erhielt Lauda im zweiten Durchgang den Zuschlag für die österreichischen Teile der ehemaligen "Niki" und gliederte sie in seine Bedarfsfluglinie "Laudamotion", die aus der Übernahme der "Amira Air" Anfang 2016 entstanden ist. Um mit Laudamotion auch im Charter- und Liniengeschäft mitspielen zu können ging Lauda eine Kooperation mit Ryanair ein. Die irische Diskont-Airline hält mittlerweile 75 Prozent an Laudamotion.

Während Lauda im Wiener AKH in Behandlung ist verhandelt die Laudamotion-Belegschaft den Kollektivvertrag für die 650 Mitarbeiter. Die Verhandlungen werden von Co-Geschäftsführer Andreas Gruber mit dem Betriebsrat geführt. Ergebnisse daraus sollten demnächst vorliegen. Karl Dürtscher, Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, wollte zu den Verhandlungen aktuell keine Stellungnahme abgeben.

Mit der Marke "Laudamotion" war Lauda einige Jahre auch im Mietwagengeschäft aktiv. 2003 startete er mit seinem Partner Stefan Miklauz einen Kleinwagen-Mietservice in Wien, verkaufte seine Anteile aber sechs Jahre später an Miklauz, der das Unternehmen weiterführte, aktuell unter dem Namen "EasyMotion".

Lauda blieb außerdem nach seiner aktiven Karriere mit kurzten Unterbrechungen bis heute der Formel 1 verbunden. Aktuell ist er Aufsichtsratsvorsitzender des Weltmeisterteams Mercedes, an dem er auch zehn Prozent der Anteile hält.

Brigitte Ederer

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