Lufthansa-Streik: 36 Österreich-Flüge betroffen

Für Lufthansa-Passagiere fängt die Woche nicht gut an: Zehntausende Reisende müssen ihre Reisepläne ändern, da wegen einem neuerlichen Pilotenstreik bis inklusive Mittwoch 1.396 Flüge entfallen - fast die Hälfte aller geplanten Lufthansa-Verbindungen. Insgesamt seien von der neunten Streikrunde seit Anfang des Jahres rund 150.000 Fluggäste betroffen. 36 Flüge von und nach Wien fallen wegen der Arbeitsniederlegung aus.

Lufthansa-Streik: 36 Österreich-Flüge betroffen

Die Piloten der Lufthansa streiken - rund 1.350 Flüge fallen aus, die Maschinen bleiben am Boden.

Von dem Streik sind heute Montag auch je drei Verbindungen mit Graz und Wien (jeweils Hin- und Rückflug) betroffen, morgen Dienstag fallen laut Lufthansa-Homepage vier Verbindungen mit Graz sowie acht mit Wien aus. In Summe sind dies 36 Flüge.

Ab Montag um 12.00 Uhr würden Kurz- und Mittelstreckenflüge bestreikt, ab Dienstagmorgen um 03.00 Uhr auch Langstreckenverbindungen. Enden soll der Streik am Dienstag um 23.59 Uhr. Die Töchter Swiss, Austrian Airlines, Germanwings und Air Dolomite sind nicht betroffen.

Cockpit hatte die neuen Streiks am Sonntag angekündigt. Der Deutschland- und Europaverkehr der Lufthansa von ihren Drehkreuzen Frankfurt und München wird ab Montagmittag eingestellt. Die Langstrecke wird am Montag noch abgefertigt, wird aber Dienstag komplett stillstehen. Flüge der Lufthansa-Töchter Germanwings, AUA und Swiss sind von dem Streik nicht betroffen. Auch am Mittwoch fallen dem Sonderflugplan zufolge noch einzelne Flüge aus.

Informationen zu den gestrichenen Flügen

Eine Übersicht aller derzeit gestrichenen Flüge finden Sie unter Gestrichene Flüge. Alle Fluggäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Die Verhandlungen zwischen der Pilotengewerkschaft und der Fluglinie waren in der Nacht zum Samstag erneut gescheitert. Gestritten wird vor allem um die Übergangsversorgung für die rund 5.400 Piloten im Konzern. Die Fluggesellschaft will, dass ihre Piloten künftig frühestens mit 60 statt wie bisher mit 55 Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können. Die Piloten wehren sich dagegen.

Streiks kosten seit Jahresbeginn rund 170 Millionen Euro

Strittig sind zudem die Gehälter der Piloten und die künftige Billig-Strategie des neuen Konzernchefs Carsten Spohr. Beim Billigableger Eurowings und einer geplanten Billigtochter für die Langstrecke gilt der Konzerntarifvertrag nicht. Piloten und Flugbegleiter verdienen deutlich weniger als ihre Kollegen in den Maschinen mit dem Kranichlogo. Auch die komfortable Übergangsversorgung vor dem Renteneintritt kommt ihnen nicht zugute.

Zuletzt war im Oktober bei der Lufthansa gestreikt worden. In der Tarifauseinandersetzung mussten Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings seit April knapp 6.000 Flüge wegen Arbeitsniederlegungen der Piloten streichen. Die Kosten für alle Streiks seit Jahresbeginn - darunter auch Ausstände von Beschäftigten an den Flughäfen - bezifferte das Unternehmen auf bisher rund 170 Millionen Euro.

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