Lufthansa und Tochter AUA auf Rekordflug

Lufthansa und Tochter AUA auf Rekordflug

Lufthansa auf Rekordkurs - AUA fliegt dreistelligen Gewinn ein.

Id dne ersten neun Monaten hat die Lufthansa das bestes Ergebnis in der Firmengeschichte erzielt. Lufthansa-Chef Spohr will dies zum Anlass nehemn, um weiter zu investieren. Die Kosten des Air-Berlin-Deals werden Anfang 2018 ins Ergebnis einfließen. Die Tochter AUA fliegt erstmals einen dreistelligen Gewinn ein. Ein Großteil der Air-Berlin-Strecken übernimmt die Lufthansa.

Frankfurt. Die deutsche AUA-Mutter Lufthansa hat nach dem Sommer-Quartal das dritte Rekordjahr fest im Blick. Das bereinigte Konzernergebnis stieg von Juli bis September um rund ein Drittel auf 1,52 Milliarden Euro, wie der Konzern am Mittwoch, mitteilte. Die größte deutsche Airline bekräftige ihre Ziele für das Gesamtjahr und verbuchte nach neun Monaten das beste Ergebnis der Firmengeschichte., was auch die Aktionäre freuen dürfte. Ihnen wurde angesichts des Rekordflugs eine höhere Dividende für das Jahr 2017 in Aussicht gestellt.

Die größte deutsche Airline bekräftige ihre Ziele für das Gesamtjahr und verbuchte nach neun Monaten das beste Ergebnis der Firmengeschichte. "Dadurch erlangen wir die Investitions- und Wachstumsfähigkeit, die wir benötigen, um uns aktiv an der Konsolidierung des europäischen Airlinemarktes zu beteiligen und in die Zukunft unseres Unternehmens investieren zu können", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um rund elf Prozent auf 9,8 Mrd. Euro, der Konzerngewinn sank dagegen um etwa 17 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Dies liegt im Rahmen der Analystenerwartungen, die allerdings im dirtten Quartal ein bereinigtes Ebit von 1,5 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Für das vierte Quartal peilt Spohr eine leicht positive Entwicklung der Stückerlöse an, die im dritten Quartal um 4,5 Prozent zulegten. Gleichzeitig rechnet der Manager für das Jahresende mit einem leichten Rückgang der Stückkosten bei den Passagier-Airlines.

Spohr hatte zuletzt in Aussicht gestellt, dass 2017 für die Lufthansa deutlich besser ausfallen dürfte als 2016, als es einen Rekord-Gewinn von 1,75 Mrd. Euro gab. Von Reuters befragte Analysten rechnen in diesem Jahr mit einem bereinigten Ebit von 2,6 Mrd. Euro.

Der größte Teil der Kosten durch die Übernahme von Teilen des insolventen Rivalen Air Berlin schlägt sich erst Anfang 2018 in den Lufthansa-Zahlen nieder. Die Lufthansa hat sich Mitte Oktober mit der Air Berlin auf den Kauf deren Töchter Niki und LGW für 210 Mio. Euro geeinigt und übernimmt rund 1.700 Mitarbeiter.

Spohr will 1,5 Mrd. Euro in den Ausbau der Billig-Tochter Eurowings stecken und insgesamt 3.000 neue Stellen schaffen. Eurowings übernimmt rund 80 der gut 130 Air-Berlin-Flugzeuge. Zudem hat Spohr ein Auge auf die insolvente Alitalia geworfen. Hier will der Konzern aber nicht die gesamte Traditionsairline übernehmen, sondern nur Teile einer "neu strukturierten Alitalia" mit einem "fokussierten Geschäftsmodell".

Der AUA-Überflug

Zweistellige Zuwachsraten gab es bis September bei der österreichischen Tochter AUA (Austrian Airlines). Der Betriebsgewinn lag nach neun Monaten sogar das erste Mal in der Geschichte der Airline in dreistelliger Millionenhöhe. Damit hat sich der Ausblick, im Gesamtjahr 2017 mehr Gewinn einzufliegen, verfestigt - obwohl mit dem Schlussquartal traditionell wieder ein schwächeres Quartal läuft.

Wie die österreichische Lufthansa-Tochter am Mittwoch mitteilte, ist das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (adjusted EBIT) um 27 Prozent auf 100 Mio. Euro gestiegen. Das lag vor allem am Österreichgeschäft, am starken Verkehr nach Deutschland und an den Nordatlantikflügen. Die AUA transportierte bis Ende September mit knapp 10 Millionen Fluggästen um 14 Prozent mehr Passagiere. Da machten sich auch die zusätzlich im Einsatz befindlichen Miet-Flugzeuge von Air Berlin bemerkbar. Auch die Auslastung war besser.

Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug nach neun Monaten 106 Mio. Euro (Vorjahr: 84 Mio. Euro). Der Umsatz betrug Ende des dritten Quartals 1,8 Mrd. Euro, elf Prozent mehr als im Jahr davor.

Die Ergebnisse gepusht hatte - nach einem schleppenden Start ins Jahr - vor allem das Sommerquartal. Der Quartalsumsatz wurde im Vergleich zum Sommerquartal 2016 um 9 Prozent gesteigert, das EBIT legte von 82 Mio. auf 98 Mio. Euro zu, bereinigt um Bewertungseffekte auf 96 Millionen.

Die AUA hat heuer viele neue Piloten und Flugbegleiter eingestellt. Der Personalstand der Austrian Airlines Group inklusive vollkonsolidierter Töchter lag zum Stichtag 30. September 2017 somit mit 6.749 Mitarbeitern um 7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die AirBerlin-Ziele

Etwa drei Viertel der Passagiere der insolventen Air Berlin wirde künftig die Lufthansa befördern. Dies sagte Lufthansa-Finanzchef Ulrik Svensson heute, Mittwoch, in einer Telefonkonferenz. Die größte deutsche Airline will 1,5 Mrd. Euro in den Ausbau ihrer Billig-Tochter Eurowings stecken und insgesamt 3.000 neue Stellen schaffen.

Eurowings übernimmt rund 80 der gut 130 Air-Berlin-Flugzeuge. Die meisten Maschinen werde man von Leasinggesellschaften kaufen, betonte Svensson. Konzernchef Carsten Spohr zeigte sich gelassen, dass er die nötigen 240 Piloten anheuern könne. Der Arbeitsmarkt laufe derzeit gut.

Die Lufthansa hat sich Mitte Oktober mit der Air Berlin auf den Kauf deren Töchter Niki und LGW für 210 Mio. Euro geeinigt und übernimmt rund 1.700 Mitarbeiter.

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