Luftfahrt-Verband IATA rechnet mit eklatanten Rückgängen

Der internationale Luftfahrtverband IATA rechnet wegen der Coronavirus-Krise im Jahr 2020 mit Umsatzeinbußen bis zu 113 Milliarden Dollar und Rückgängen im Passagiervolumen von bis zu 24 Prozent.

Alexandre de Juniac, Chef des Airline-Verbands IATA

Alexandre de Juniac, Chef des Airline-Verbands IATA

Der internationale Airline-Verband IATA (International Air Transport Association) hat eine neue Schätzung zu den Auswirkungen der mittlerweile weltweiten Corona-Epidemie auf die Luftfahrt-Branche abgegeben. Der Verband rechnet nun mit weit einschneidenderen Folgen als bei der letzten, erst vor zwei Wochen abgegebenen Schätzung.

In der neuen, vorsichtigeren Schätzung, bei dem die Epidemie auf die Länder mit bisher mehr als 100 Erkrankungen beschränkt bleibt, geht die IATA für das Jahr 2020 von einem Umsatzrückgang von 63 Milliarden Dollar aus. In einer zweiten Schätzung, der eine extensive Ausbreitung zugrunde liegt, wird der Umsatzrückgang mit 113 Milliarden Dollar beziffert.

Österreich gehört für die IATA mit den weiteren europäischen Ländern Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweiz, Schweden und dem United Kingdom zu den Ländern, in denen die höchsten Rückgänge bei den Passagierzahlen erwartet werden. Laut IATA könnte hier das Minus im Jahr 2020 bei 24 Prozent liegen.

"Die Ereignisse haben sich als Folge von COVID-19 überschlagen", meint IATA-Chef Alexandre de Juniac, "in nur zwei Monaten haben sich die Aussichten der Industrie in weiten Teilen der Welt dramatisch verschlechtert." Viele Airlines müssten nun Kapazitäten zurückschrauben und Notmaßnahmen ergreifen, um Kosten zu reduzieren. "Es sind außergewöhnliche Zeiten. Die Airlines tun ihr Bestes, aber die Regierungen müssen sie durch Erleichterungen bei Steuern, Gebühren und der Vergabe von Start- und Landerechten unterstützen", erklärte Juniac.

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