Lockdown-Ende: Gastronomie und Hotels sperren am 19. Mai auf

Der nächste Öffnungsschritt in der Corona-Krise startet am 17. Mai mit dem Vollbetrieb an den Schulen. Zwei Tage später werden Gastronomie, Tourismus und Veranstaltungen etwa im Sport und Kulturbereich wieder möglich sein.

Lockdown-Ende: Gastronomie und Hotels sperren am 19. Mai auf

Das Ende des monatelangen Lockdown ist in Sicht: Am 19. Mai werdendie Gastronomie und die Hotellerie wieder öffnen. Auch Veranstaltungen werden wieder erlaubt.

Trotz weiter hoher Infektionszahlen fährt Österreich ab 19. Mai eine Öffnungsstrategie. Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte bei einer Pressekonferenz nach einem Treffen von Regierung, Ländern und Sozialpartnern, dass ab diesem Datum die Gastronomie wieder öffnet. Auch der Tourismus startet, Gäste aus dem Ausland sind dabei willkommen.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger erklärte, man könne nun allen Branchen Perspektiven geben, den meisten im Mai. Nun seien neben Öffnungen von Gastronomie und Hotellerie auch von Thermen oder Messen sowie von Kongressen möglich. Die Betreiber von Einrichtungen aller Art müssten dafür sorgen, dass die Gäste den größtmöglichen Schutz haben.

Zugleich müssten die Einreisebestimmungen erleichtert und an das europäische System angepasst werden, um auch ausländischen Gästen die Anreise zu ermöglichen. Man müsse bei der Einreise Impfung, Test oder Antikörper nachweisen und dürfe nicht aus Hochrisikogebieten oder Gebieten mit besonders gefährlichen Mutanten kommen. Entsprechend werden die Quarantänebestimmungen angepasst. Der Grüne Pass, an dessen Umsetzung intensiv gearbeitet werde, sei der Weg zu mehr Freiheiten.


Öffnungen in den Nachbarländern

Ein Blick über die Grenzen Österreichs zeigt: Die Pandemie ist noch lange nicht vorüber. Es sind überall noch strenge Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft. Auch die Einreise ist nur unter Auflagen, teilweise auch gar nicht möglich. Hier geht es zum Überblick.

Sport und Kultur

Die Kulturszene kann ebenfalls wieder den Betrieb aufnehmen, Indoor-Sport wird gestattet. Auch Mannschafts- und Kontaktsportarten dürfen wieder ausgeübt werden. Allerdings weiterhin unter Einschränkungen.

  • Bei Veranstaltungen im Sport- und Kulturbereich dürfen maximal 50 Prozent der Plätze vergeben werden.
  • Es ist keine Bewirtung bei den Events erlaubt.
  • Die Höchstzuschauer-Anzahl ist mit 1.500 indoor und 3.000 outdoor festgelegt.

An sich ist vorgesehen, dass diese Öffnungen bundesweit geschehen. Ob einzelne Bundesländer mit schlechten Inzidenzen von dem Plan abweichen können, ist unklar. Vor allem Wien konnte sich zuletzt Öffnungsschritten auf allen Ebenen gleichzeitig nicht vorstellen. Als Problemfall könnte sich Tirol entpuppen, hat sich doch in diesem Bundesland eine neue Variante ausgebreitet, gegen die die Impfungen möglicherweise eingeschränkt wirken.

Sicherheitsmaßnahmen

Die Öffnungsschritte werden von strengen Sicherheitsmaßnahmen begleitet sein:

  • Für den Eintritt in die Gastronomie wird man entweder geimpft, genesen oder getestet sein müssen.
  • Ab etwa Ende Mai soll es dafür den "Grünen Pass" geben.
  • Es wird Masken- und Registrierungspflicht gelten.
  • An einem Tisch werden bloß vier Personen (plus Kinder) gestattet sein
  • Es wird größere Abstände zwischen den Tischen geben
  • FFP2-Masken in den meisten Bereichen Voraussetzung sein.
  • Essen und trinken ist nur am eigenen Platz und im Sitzen erlaubt.
  • Selbstbedienungsbuffets dürfen aber unter Hygieneauflagen betrieben werden.
  • Allgemeine Sperrstunde ist um 22 Uhr.

Gelingt die Öffnung, könnten im Juni weitere Lockerungen kommen. Dann ist etwa die Öffnung von Fitnessstudios eine Option. Im Juli könnte weiter gelockert werden. Das betrifft etwa die Nachtgastronomie und größere Veranstaltungen.

Schulen öffnen am 17. Mai

Schon zwei Tage früher wird an den Schulen gelockert. Mit 17. Mai wird wieder durchgehend auf Präsenz gesetzt. Die Klassenteilungen sind also zu Ende. Allerdings verkündete Kurz, dass Bundesländer strengere Maßnahmen setzen können. Wien hat bereits angekündigt, nicht alle Bereiche auf einmal öffnen zu wollen.

Reaktionen

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein warnte, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei. Bei Hochinzidenz-Gebieten werde es auch künftig Maßnahmen wie Ausreise-Tests brauchen. Eine Garantie für die Eröffnungen gab Vizekanzler Werner Kogler nicht. Nach derzeitigem Stand könne man von diesen aber ausgehen.

IV-Präsident Georg Knill sprach von einer "wichtigen und positiven Perspektive für Menschen, Unternehmen und den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich". Entscheidend werde sein, dass die Öffnungen nachhaltig sind. "Wir müssen aus dem Teufelskreis des Auf-und Zusperrens endlich herauskommen. Wir brauchen eine stabile Balance zwischen gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Normalität und Sicherheit für die Gesundheit. Das schaffen wir nur durch ein gut geplantes, kontrolliertes Öffnen unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen", so Knill. Der geplante "Grüne Pass" sei hier ein zweckmäßiges Instrument. Beim Impfen gehöre mehr aufs Tempo gedrückt.

Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.

Martin Selmayr: „Der Rubel ist auf der Intensivstation“

Martin Selmayr, Leiter der EU-Kommissions-Niederlassung in Österreich, im …

Das Stammwerk der Egger Unternehmensgruppe in st. Johann in Tirol.

Egger Group: Ein Imperium aus Spanplatten und Holzwerkstoffen

Die Egger Group mit Stammsitz in St. Johann in Tirol stellt Span- und …

Agatha Kalandra ist seit 2016 Partnerin und Leiterin des Management-Consulting-Teams von PwC Österreich und Member of the Management Board. Sie verfügt über einen MBA in Controlling und Finance und mehr als 25 Jahre Berufserfahrung. Ihr Fokus liegt auf Finance-Transformation, HR-Transformation und Sustainability.

Wo fängt Ihre Lieferkette an?

160 Millionen Kinder auf der Welt sind zu Kinderarbeit verdammt. Entgegen …

„Terrestrik ist energieeffizient“. Seit über 50 Jahren sendet der ORS-Sender Dobratsch.

Klimafreundliches Fernsehen

Digitales Antennen-Fernsehen verursacht den kleinsten CO2-Fußabdruck.