Licht aus für Halogenlampen: EU-weiter Produktionsstopp tritt in Kraft

Licht aus für Halogenlampen: EU-weiter Produktionsstopp tritt in Kraft

Licht aus: EU-weit wird die Produktion von Halogenlampen eingestellt.

Mit 1. September tritt die letzte Stufe der EU-Lampenverordnung tritt in Kraft. Von diesem Tag an dürfen die meisten Halogenleuchten in der EU nicht mehr produziert werden. Das Ende des weit verbreiteten Leuchtmittels ist somit praktisch besiegelt.

Die EU verbannt die Halogenlampe. Nach der Glühbirne wird nun auch den weit verbreiteten Halogen-Leuchten der Saft abgedreht. Am 1. September 2018 tritt das EU-weite Produktionsverbot für die als besonders energiehungrig erkannten Leuchtmittel in Kraft.

Der Produktionsstopp hätte laut EU-Lampenverordnung eigentlich schon vor zwei Jahren in Kraft treten sollen, die EU-Kommission hatte aber erkannt, dass es für die Leuchtmittel zum Stichtag 1. September 2016 noch keinen hinreichenden Ersatz gab. Nun ist es jedoch tatsächlich so weit. Europaweit verspricht man sich durch den Sprung von der Halogen- auf die LED-Technologie eine Energie-Ersparnis, die in etwa dem jährlichen Energieverbrauch Portugals entspricht.

Hinter dem Schritt steht wie schon beim Abschied von der Glühbirne im Jahr 2012 die Ökodesign-Richtlinie der EU. Sie legt Anforderungen an die Energieeffizienz von Produkten fest. Nach und nach sollen vor allem jene Produkte vom Markt, die besonders viel Strom fressen - also schlecht für die Umwelt sind. Bei der Glühlampe wurden nur etwa fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht umgewandelt - ein Trauerspiel für alle Energiebilanz. Der Verbrauch einer Halogenlampe ist nach Angaben der EU-Kommission von 2015 immer noch fünf mal höher als der einer LED.

Ausnahmen

Anstelle der Halogenlampen werden ab September also hauptsächlich Energiesparlampen und LEDs in den Regalen liegen. Doch es wird - wie auch bei den Glühbirnen Ausnahmen geben. Für platte Spotlampen, wie sie bei Deckenstrahlern genutzt werden, sowie für jene Halogenlampen in Schreibtischlampen oder Flutlichtern ist noch kein Ende in Sicht, weil es für diese eben auch noch keinen leistbaren LED-Ersatz gibt. Stattdessen sind vor allem die meist birnen- oder kerzenförmigen Leuchten der Energieklasse D mit ungebündeltem Licht betroffen. Restbestände dürfen ab September zwar noch verkauft, aber keine neuen Lampen produziert werden.

Seit der Novellierung 2009 geht es bei der Ökodesign-Richtlinie zudem um Produkte, die den Energieverbrauch beeinflussen, etwa Duschköpfe oder Fenster. Der Stromverbrauch der Privathaushalte soll so gesenkt und stromsparenden Geräten zum Durchbruch verholfen werden. Neben der Glühlampe mussten deshalb unter anderem schon bestimmte Staubsauger, Backöfen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Duschköpfe dran glauben. Es werden nur Produkte vom Markt genommen, für die es einen vernünftigen Ersatz gibt.

Die EU-Kommission prüft inzwischen, wie es in Sachen Ökodesign weitergehen könnte. Studien sollen etwa das Einsparpotenzial von Wasserkochern, Handtrocknern, Hochdruckreinigern oder Aufzügen aufdecken.

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