Lenzing steigert EBITDA um 21 Prozent und verdoppelt Dividende

Lenzing steigert EBITDA um 21 Prozent und verdoppelt Dividende
Lenzing steigert EBITDA um 21 Prozent und verdoppelt Dividende

Die Nachfrage nach Fasern hat sich für Lenzing positiv entwickelt.

Beim Faserhersteller Lenzing zeigt das seit Jahren gefahrene Sparpaket Wirkung. Nach einem kräftigen Gewinn- und Umsatzanstieg im vergangenen Jahr will der Konzern eine doppelt so hohe Dividende ausschütten.

"Es war ein sehr gutes Jahr. Für die Zukunft haben wir uns aggressives Wachstum vorgenommen", sagte Lenzing-Chef Stefan Doboczky. Dank höherer Preise, Mengensteigerungen und günstiger Währungseffekte steigerte Lenzing nach drei Jahren rückläufiger Umsätze den Konzernumsatz 2015 um 6 Prozent auf 1,98 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 21 Prozent auf 290 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg von rund 22 auf 151 Mio. Euro. Unter dem Strich schrieb Lenzing wieder schwarze Zahlen: Der Nettogewinn betrug 124 Mio. Euro, nach einem Verlust von 14 Mio. Euro im Jahr davor.

Gute Stimmung an der Börse

Aufgrund der guten Ertragslage werde der Vorstand der Hauptversammlung eine Verdoppelung der Dividende von 1 auf 2 Euro je Aktie vorschlagen, kündigte Doboczky an. Mehrheitseigentümer von Lenzing ist B&C (67,57 Prozent). Die Oberbank hält 5,23 Prozent. An der Börse kamen die Zahlen jedenfalls gut an. Um 11.40 Uhr war das Papier um 5,5 Prozent im Plus.

Daran mag auch der Ausblick gelegen sein. Sofern die Fasermarktverhältnisse und Währungsrelationen unverändert bleiben, erwartet der Vorstand für 2016 einen deutlichen Ergebnisanstieg. Beim EBITDA geht das Management von jährlichen Steigerungsraten von 10 Prozent bis 2020 aus. Der Anteil von Spezialfasern am Umsatz soll von derzeit 40,5 Prozent auf 50 Prozent im Jahr 2020 steigen.

Der Markt spielt Lenzing in die Hände

Lenzing litt lange unter einem Preisverfall am Fasermarkt. "Im zweiten Halbjahr 2015 haben wir die Preise dann wesentlich erhöhen können", so Doboczky. Auch der Ausblick sieht diesbezüglich positiv aus. Im für Lenzing relevanten Marktsegment der Cellulosefasern deute sich für 2016 eine positivere Entwicklung an als am Gesamtfasermarkt. Die Nachfrage nach Cellulosefasern sei stark und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage positiv.

Hielt Lenzing die Investitionen nun längere Zeit flach, will der Faserhersteller künftig wieder mehr Geld in die Hand nehmen. Doboczky sprach von Großinvestitionen, die anstünden, über die er aber noch nicht sprechen könne. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Lenzing seinen konzerneigenen Anlagenbau - Lenzing Technik - doch nicht verkaufen wird.

Aktuell beschäftigt der Faserkonzern weltweit rund 6.130 Personen, mehr als die Hälfte davon in Österreich. Lenzing hat Werke in China, Indonesien, USA, England, Tschechien und Österreich.

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