Lenovo will es mit Marke Motorola funken lassen

Der chinesische Konzern Lenovo will mit seiner im Oktober erworbenen Marke Motorola vor allem in Europa den Smartphone-Markt aufmischen.

Lenovo will es mit Marke Motorola funken lassen

Peking/Berlin Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo setzt auf die Marke Motorola, um verlorenen Boden im Smartphone-Markt wieder gutzumachen. Das Moto G und Moto G Plus sollen in der vierten Generation an frühere Erfolge von Motorola anknüpfen, sagte Lenovo-Manager Lars-Christian Weisswange.

Ausgestattet mit einer High-End-Kamera (13 und 16 Megapixel), Frontkamera sowie einem Acht-Kern-Prozessor und Full-HD-Display (5,5 Zoll) sollen die Geräte vor allem eine jugendliche Zielgruppe ansprechen.

Der chinesische Konzern hatte im Jänner 2014 bereits die Mobilfunksparte Motorola Mobility von Google abgekauft, um damit auch in westlichen Märkten schneller im Smartphone-Geschäft voranzukommen. 3800 Mitarbeiter, davon alleine 2400 in den USA, wechselten zu Lenovo. Lenovo soll rund drei Milliarden US-Dollar für den Deal bezahlt haben.

Weit weniger als Google am 15. August 2012 bezahlt hatte. Der Suchmaschinen-Konzern hatte damals im Rahmen seiner Mobile-Strategie von Motorola die Handysparte Motorola Mobility übernommen. Das Vierfache, rund 12 Milliarden Dollar, hatte Google an Motorola überwiesen.

Laut Marktforschern war Lenovo im vergangenen Quartal in der weltweiten Rangliste aber von den international wenig bekannten einheimischen Rivalen OPPO und Vivo überholt worden.

Mittleres Segment in Europa

Besonders in Europa markierten die neuen Geräte einen "Startpunkt, um wieder anzugreifen", sagte Weisswange. Vor allem in Deutschland sieht er für Motorola "extrem großes Potenzial". Deutschland sei "mit Sicherheit einer der Hauptmärkte für Lenovos Strategie".

Das Moto G und Moto G Plus sollen voraussichtlich ab Juni jeweils für rund 250 und 300 Euro auf den Markt kommen. Sie sollen zugleich den Markt vorbereiten: Für die zweite Jahreshälfte ist eine neue Version des Motorola-Flaggschiffs Moto X geplant. Die aktuelle Version war als Hoffnungsträger gestartet, der Absatz blieb jedoch unter den Erwartungen.

Lenovo hat seit dem Jahr 2005 bereits mehrere Unternehmen in den USA sowie in Europa übernommen. Von IBM wurde im Jahr 2005 die PC-Sparte, im Jahr 2014 die Server-Sparte übernommen. Später folgte die Übernahme von Aldi-Zulieferer Medion.

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