Lebensmittel: Österreich eines der teuersten EU-Länder

Die Lebenserhaltungskosten sind in Österreich 2019 weiter gestiegen. Bei Lebensmitteln und Getränken rangiert Österreich unter den drei teuersten Ländern der EU.

Lebensmittel: Österreich eines der teuersten EU-Länder

In Österreich sind Lebensmittel im EU-Vergleich besonders teuer

Das Leben in Österreich ist 2019 ein Stück teurer geworden. Die Kosten für den Lebenserhaltungskosten sind damit gegenüber 2018 um 3,4 Prozent gestiegen. Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben lag im Jahr 2019 um 13,0 Prozent über dem Mittel der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Lebenserhaltungskosten liegen damit in der EU im oberen Drittel. 2018 waren die Lebenshaltungskosten, zu denen Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen und Energie zählen, um 9,6 Prozent über dem Durchschnitt gelegen.

Lebensmittel, Getränke: Österreich unter den Top 3 der teuersten Länder
Österreich zählt vor allem bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken zu den teuersten EU-Ländern. Nur in den beiden Hochpreisländern Dänemark und Luxemburg sind diese Güter noch teurer.

Schweiz: um 60 Prozent höhere Kosten
Von den Nachbarländern liegt nur die nicht der EU angehörende Schweiz (62 Prozent über dem EU-Durchschnitt) über Österreich, in Deutschland (plus 6,8 Prozent), Italien (plus 2,7 Prozent) und Tschechien (25,4 Prozent unter dem EU-Durchschnitt) war das Leben zum Teil deutlich billiger.

Dänemark: Um 40 Prozent teurer
Das mit Abstand teuerste Land für Verbraucher innerhalb der EU ist weiterhin Dänemark: Dort lag das Preisniveau im vergangenen Jahr um 41,3 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Mit einigem Abstand folgen Irland (plus 33,7 Prozent) und Luxemburg (31,1 Prozent).

Alkohol und Tabak am teuersten in Irland
Die Preisniveaus von alkoholischen Getränken und Tabakwaren wiesen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten auf. Das niedrigste Preisniveau wurde 2019 in Bulgarien (62% des Durchschnitts) verzeichnet, vor Polen (74%), Ungarn und Rumänien (je 75%). Die höchsten Preise wurden hingegen in Irland (188%) registriert, mit etwas Abstand gefolgt von Finnland (157%), Schweden (131%) Frankreich (126%) und Dänemark (119%). Es ist zu beachten, dass diese großen Preisunterschiede in erster Linie auf die unterschiedliche Besteuerung dieser Produkte in den einzelnen Mitgliedstaaten zurückzuführen sind.

Hotels und Restaurants: Dänemark mehr als dreimal so teuer wie in Bulgarien
Dienstleistungen von Hotels und Restaurants sind eine weitere Kategorie, in der sich die Preisniveaus markant unterschieden. Die Preisniveaus reichten von bis zu 60% des EU-Durchschnitts in Bulgarien (45%) und Rumänien (54%) bis 156% in Dänemark.

Geringere Unterschiede bei Unterhaltungselektronik, privaten Verkehrsmitteln und Bekleidung
Unterhaltungselektronik stellt eine Produktgruppe mit geringeren Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten dar: Die Spanne reichte von 91% des Durchschnitts in Polen bis 111% in Frankreich. Auch Bekleidung ist eine Produktgruppe, in der die Preisniveauunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten weniger stark ausgeprägt waren, wobei Bulgarien (79% des Durchschnitts) am preiswertesten und Dänemark (132%) am teuersten war, mit etwas Abstand gefolgt von Schweden (118%) und Finnland (115%).

Mit der bemerkenswerten Ausnahme von Dänemark (138% des Durchschnitts) und den Niederlanden (121%) waren die Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten auch bei privaten Verkehrsmitteln eher begrenzt. Sie und reichten von 82% des Durchschnittswerts in der Slowakei bis zu 114% desselben in Irland.

Bulgarien: Halb so teuer
Am günstigsten lebt es sich innerhalb der EU in Bulgarien: Dort mussten Verbraucher für ihre Lebenshaltungskosten nur rund halb so viel zahlen wie im Schnitt aller Mitgliedstaaten (47,2 Prozent unter dem Durchschnitt). In Rumänien lag das Preisniveau um 45,1 Prozent unter dem EU-Schnitt. Allerdings ist auch der Wohlstand innerhalb Europas extrem ungleich verteilt.

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