Kurzarbeit: Verlängerung sehr wahrscheinlich

Die Kurzarbeit könnte bis Ende des Jahres verlängert werden. Gespräche dazu sind im Gang. In Österreich sind aktuell über 1,8 Millionen Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit.

Kurzarbeit: Verlängerung sehr wahrscheinlich

Bei der Kurzarbeit, die Kündigungen vermeiden soll, steht eine Verlängerung im Raum. "Es gibt Gespräche, wie es mit der Kurzarbeit weitergeht", sagte der Sprecher von Arbeitsministerin Christine Aschbacher. Eingebunden seien die Sozialpartner, die Bundesländer sowie Wirtschaftsforscher. Eine Entscheidung gebe es noch nicht.

Derzeit kann die Corona-Kurzarbeit für drei Monate beantragt werden und einmalig um drei Monate verlängert werden. In den "Salzburger Nachrichten" wird ein Arbeitnehmervertreter folgendermaßen zitiert: "Alle gehen davon aus, dass es nach sechs Monaten weitergehen muss." Die Frage sei nur, mit welchem Kurzarbeitsmodell, für welche Branchen und bis wann. Unter Berufung auf Sozialpartnerkreise sei eine Verlängerung bis Jahresende mehr als wahrscheinlich.

Die Opposition fordert geschlossen eine Verlängerung der Kurzarbeit. Die grüne Klubobfrau Sigrid Maurer schloss eine Ausdehnung der Maßnahme auch nicht aus. "Vorstellen kann man sich vieles", so Maurer. Die Regierung hat bisher 10 Milliarden Euro für die Kurzarbeit bereitgestellt. Die Unternehmen bekommen die Unterstützung im Nachhinein, müssen die Gehälter also vorfinanzieren. Bisher sollen erst 0,1 Prozent ausbezahlt worden sein, für die März-Abrechnungen.

In Österreich sind laut Arbeitsministerium derzeit über 1,8 Millionen Menschen ohne Job oder in Kurzarbeit. 503.494 Menschen sind als arbeitslos gemeldet, weitere 46.168 Personen in Schulungen. Dazu kommen rund 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit.

Das AMS (Arbeitsmarktservice) hat bis 1. Mai über 91.000 Anträge für Covid-19-Kurzarbeit von Unternehmen mit einer Bewilligungssumme von fast 8,8 Milliarden Euro genehmigt. Anfang Mai waren insgesamt 104.000 Anträge auf Kurzarbeit in Bearbeitung, davon waren bei rund 100.000 Anträgen ausreichend Informationen vorhanden.

Beim Corona-Kurzarbeitsgeld erhalten die Arbeitnehmer bei reduzierter Arbeitszeit je nach Verdiensthöhe 80 bis 90 Prozent des bisherigen Nettoentgeltes. Das AMS ersetzt dem Arbeitgeber bei Kurzarbeit die Kosten für die Ausfallstunden.

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