Corona-Kurzarbeit Phase 5: Zwei neue Modelle

Die Regierung und Sozialpartner haben sich für zwei neue Kurzarbeitsmodelle geeinigt, die auch unterschiedliche Laufzeiten haben. Ein Modell betrifft Unternehmen der besonders betroffenen Branchen der Corona-Pandemie, das andere weniger betroffene Unternehmen.

WKO-Präsident Harald Mahrer, Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl, Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP), Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian im Rahmen einer PK im Anschluss an Gespräche der Bundesregierung mit den Sozialpartnern zur Fortsetzung der Kurzarbeit.

WKO-Präsident Harald Mahrer, Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl, Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP), Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian im Rahmen einer PK im Anschluss an Gespräche der Bundesregierung mit den Sozialpartnern zur Fortsetzung der Kurzarbeit.

Wien. Bis die Wirtschaft aus der Corona-Pandemie heraus wieder rund läuft, wird es noch Monate, in manchen Branchen wohl noch bis ins nächste Jahr dauern. Ab Juli gibt es deshalb die nächste neue Regelung zur Kurzarbeit, auf die sich Regierung und Sozialpartner nun geeinigt haben.

Dabei wird nun ein Zweier-Weg mit verschiedenen Bedingungen angeboten: Eine "Corona-Kurzarbeit" für besonders von der Pandemie betroffene Bereiche wie etwa Nachtgastronomie, Stadthotellerie oder Luftfahrt, und eine reguläre Kurzarbeits-Form für die anderen Branchen.

Mit den nachstehend aufgezeigten beiden Modellen beginnt die Phase 5 der Corona-Kurzarbeit.

1. Corona-Kurzarbeit

Für die besonders betroffenen Branchen, die weiter unter pandemiebedingten Schließungen oder Lockdown-Maßnahmen fallen und mindestens 50 Prozent Umsatzausfall haben, gelten bis Jahresende im wesentlichen die selben Bedingungen wie bisher:

  • die Arbeitszeit kann bis auf null Prozent sinken
  • der Lohnausgleich liegt bei 80 bis 90 Prozent des früheren Nettolohns
  • Umsatzberechnung: Umsatzrückgang im 3. Quartal 2020 im Vergleich zum 3. Quartal 2019
  • Laufzeit vorläufig bis Jahresende 2021

Damit gebe es für alle Planungssicherheit, die Kurzarbeit könne gleich beantragt werden und niemand könne seinen Umsatz im Herbst 2021 so hintrimmen, dass es rechnerisch einen Rückgang von knapp über 50 Prozent gibt, begründete Arbeitsminister Martin Kocher die Bemessung am dritten Quartal 2020.

Für die besonders betroffenen Branchen, die weiter unter pandemiebedingten Schließungen oder Lockdown-Maßnahmen fallen und mindestens 50 Prozent Umsatzausfall haben, gelten bis Jahresende im wesentlichen die selben Bedingungen wie bisher, das heißt

2. Reguläre Kurzarbeit

Für die anderen Branchen, die weniger betroffen sind, wird es ein Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe geben

  • Nettoersatzraten für die Arbeitnehmer bleiben gleich
  • 50-prozentige Mindestarbeitszeit und ein verpflichtender Urlaubsabbau von einer Woche je angefangener zwei Monate Kurzarbeit
  • Abschlag von 15 Prozent von der bisherigen Beihilfenhöhe, den die Unternehmer tragen müssen
  • Laufzeit bis Sommer 2022
  • Zwischen zwei Kurzarbeitsphasen wird es mit Zustimmung der Sozialpartner die Möglichkeit zum Personalabbau geben

Derzeit sind rund 330.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet. Kocher rechnet damit, dass die Zahl der Kurzarbeitenden bis Ende des Sommers auf 100.000 bis 120.000 fallen wird. Es gebe noch keine Abschätzung, wie viele davon unter die großzügige Corona-Kurzarbeit fallen werden, aber "ich gehe davon aus, dass es die Hälfte ungefähr sein wird", so Kocher.

Einen Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen wegen der geringeren Kurzarbeitshilfe erwarte er hingegen nicht, denn die wirklich betroffenen Branchen erhalten weiter Hilfe, in den anderen Branchen sollte hingegen die anspringende Konjunktur Menschen, die arbeitslos werden, in einen neuen Job helfen.

Bisher hat das Arbeitsmarktservice (AMS) rund 11 Mrd. Euro an Corona-Kurzarbeitshilfen zugesagt und davon über 7,9 Mrd. Euro ausbezahlt.

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Agatha Kalandra ist seit 2016 Partnerin und Leiterin des Management-Consulting-Teams von PwC Österreich und Member of the Management Board. Sie verfügt über einen MBA in Controlling und Finance und mehr als 25 Jahre Berufserfahrung. Ihr Fokus liegt auf Finance-Transformation, HR-Transformation und Sustainability.

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