Kurzarbeit Phase 5: Verhandlungen stocken

Arbeitsminister Martin Kocher will bis Ende Mai eine tiefgreifende Form für die Kurzarbeit liefern. Die Verhandlungen der Sozialpartner dauern an. 324.000 Menschen sind in Kurzarbeit. Phase 4 läuft Ende Juni aus.

Kurzarbeit Phase 5: Verhandlungen stocken

Die Verhandlungen zur Verlängerung der Corona-Kurzarbeit zwischen dem Arbeits- und Finanzministerium sowie den Sozialpartnern dauern noch an. Die Phase 4 der Corona-Kurzarbeit läuft Ende Juni aus, Arbeitsminister Martin Kocher hatte Details zum überarbeiteten Kurzarbeitsmodell für Ende Mai angekündigt. Diese Woche finden weitere Gespräche auf Expertenebene statt, um Details zu klären. Aufgrund der geplanten, umfassenden Änderungen ziehen sich die Verhandlungen.

Nach dreimaliger Verlängerung der Corona-Kurzarbeit ohne tiefgreifende Änderungen will Arbeitsminister Kocher für eine weitere Verlängerung der Kurzarbeit folgende Kriterien berücksichtigt haben:

Kurzarbeit Phase 5 - Die Änderungen

  1. Kostenbeteiligung für Unternehmen
  2. Erhöhung der Mindestarbeitszeit
  3. Stärkere Anreize für Weiterbildung in der Kurzarbeit
  4. Strengere Prüfung der wirtschaftlichen Gründe

Unternehmen können die Corona-Kurzarbeit seit März 2020 in Anspruch nehmen. Bisher hat das Arbeitsmarktservice (AMS) rund 11 Milliarden Euro an Corona-Kurzarbeitshilfen zugesagt und davon 7,9 Milliarden Euro ausbezahlt. Die Zahl der in Kurzarbeit Beschäftigen geht zurück, aber noch immer sind es 324.000 Menschen, die hierzulande wegen der Covid-Pandemie noch nicht voll arbeiten.

In der Corona-Kurzarbeitsphase 5 soll voraussichtlich der nachgewiesene Umsatzentfall durch die Coronakrise ein wichtiges Kriterium sein. Nur mehr stark von der Pandemie betroffene Unternehmen wären dann anspruchsberechtigt für die Corona-Kurzarbeit. Offen ist derzeit, wie lange es noch die Corona-Kurzarbeit geben soll.

Die Dynamik

Arbeitsminister Kocher hatte in der Vergangenheit mehrfach auf Änderungsbedarf bei der Corona-Kurzarbeit hingewiesen und auf einen "konjunkturgerechten" Ausstieg gedrängt. Er warnte davor, dass es am Arbeitsmarkt weniger Dynamik gebe, wenn die Kurzarbeit "zu lange in dieser großzügigen, breitflächigen Form aufrechterhalten werde.

Die bundesweiten Öffnungen in der Gastronomie und Hotellerie haben die Arbeitsmarktkrise um eine Spur weiter entschärft. In Summe sind jedoch immer noch über 720.000 Menschen in Österreich arbeitslos, in Kurzarbeit oder in Schulungen. Derzeit sind 321.325 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet, das sind um 12.600 weniger als in der Vorwoche. Dazu kommen 75.711 Schulungsteilnehmer. Insgesamt befinden sich damit derzeit 397.036 Personen in Arbeitslosigkeit oder in Schulung.

"Es ist zu erwarten, dass durch die Öffnungsschritte auch viele Personen wieder in eine reguläre Beschäftigung wechseln konnten, der tatsächliche Rückgang der Kurzarbeits-Anmeldungen in Phase vier wird aber erst nach den Abrechnungen ersichtlich werden", sagte Arbeitsminister Kocher. Er rechne damit, dass 135.000 Personen in den nächsten Wochen aus der Kurzarbeit in eine Normalbeschäftigung zurückkehren werden. Somit wären dann nurmehr rund 200.000 Personen zur Kurzarbeit gemeldet.

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