KTM-Chef Pierer will Automobilzulieferer SHW komplett übernehmen

Stefan Pierer (links) will die deutsche SHW (rechts: Vorstandschef Wolfgang Plasser) komplett übernehmen.

Stefan Pierer (links) will die deutsche SHW (rechts: Vorstandschef Wolfgang Plasser) komplett übernehmen.

KTM-Chef Stefan Pierer will über seine Industrie AG den deutschen Automobil-Zulieferer SHW zur Gänze übernehmen. Die Pierer Industrie AG hielt auch bisher schon mit 52 Prozent die Mehrheit an dem auf Pumpen- und Motorkomponenten sowie auf Bremsscheiben spezialisierten Unternehmen.

Die Pierer Industrie AG von KTM-Chef Stefan Pierer will den deutschen Automobil-Zulieferbetrieb SHW mit Zentrale in Aalen (Baden-Württemberg) zur Gänze übernehmen. Die Pierer Industrie AG hatte bisher 50,2 Prozent an der SHW gehalten.

Die Pierer Industrie AG beitet 19,87 Euro je Aktie (ISIN DE000A1JBPV9). Das entspricht dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgestellten Sechs-Monats-Durchschnittskurs der SHW-Aktie vor der Veröffentlichung des Übernahmeangebots am 23. April, wobei das Papier allerdings im Oktober 2018 einen markanten Absturz einstecken musste.

Deutsches Traditionsunternehmen

SHW ist ein echtes Traditionsunternehmen. Der Betrieb wurde 1365 gegründet und gehört damit zu den ältesten Industriebetrieben in Deutschland. Der Konzern gehört zu den führenden Automobilzulieferern mit Fokus auf Pumpen und Motorkomponenten zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und der CO2 -Emissionen und auf Bremsscheiben.

Gleichzeitig mit der Legung des Angebots hat die SHW AG das Delisting der SHW-Aktien vom Handel im regulierten Markt an der Frankfurter Börse beschlossen. Man will den Aktienhandel im Freiverkehr der Börse München (m:access) fortsetzen. Zusätzlich soll auch eine Handelbarkeit der SHW-Aktien über das elektronische Handelssystem XETRA über die Einbeziehung in den Freiverkehr (Quotation Board) der Frankfurter Wertpapierbörse bestehen bleiben.

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