Kräftiges Lebenszeichen in der österreichischen Industrie

Der Einkaufsmanagerindex (EMI) der UniCredit Bank Austria ist fast auf Rekordhöhe. Im März verzeichnet die Industrie viel Neugeschäft und einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Kräftiges Lebenszeichen in der österreichischen Industrie

Aus der österreichischen Industrie werden positive Zeichen der Erholung avisiert: Die Auftragsbücher haben sich demnach wieder kräftig gefüllt. Sowohl aus dem In- und Ausland. Was sich freilich auch auf die Ausweitung von Produktion und Neueinstellungen auswirkt.

"Die Erholung der österreichischen Industrie gewinnt sehr rasch an Tempo", so das Ergebnis der Bank Austria-Analysten. Der Anstieg des Einkaufsmanager-Index (EMI) auf 63,4 Punkte - nach 58,3 Zählern im Februar - signalisiere unbeachtet der bestehenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine starke Beschleunigung des Aufschwungs in der heimischen Industrie, erklärte Chefökonom Stefan Bruckbauer. Der EMI ist somit auf dem zweithöchsten Wert seit der erstmaligen Erhebung des Indikators vor mehr als 20 Jahren (siehe Grafik, u.).

Auch die derzeit geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie könnten demnach die starke Beschleunigung des Aufschwungs in der heimischen Industrie zu Beginn des Frühjahrs nicht beinflussen.

Die Konjunkturerholung stützt sich auf die neuerlich verbesserten internationalen Rahmenbedingungen für die stark exportorientierte heimische Industrie.

Die Bank Austria-Analysten sehen für ganz Europa einen Aufwärtstrend in der Industrie. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex [EMI) für die verarbeitende Industrie im Euroraum ist im März auf 62,4 Punkte geklettert und hat damit sogar ein neues Allzeithoch erreicht.


Nur die derzeitige Verschärfung der Lieferengpässe dämpfen ein wenig die Stimmung. Dies führe zudem zu steigenden Kosten für Vormaterialien und Rohstoffen.

Die fünf wichtigsten Eckdaten

  1. EMI steigt
    UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex steigt im März auf 63,4 Punkte, den zweithöchsten Wert seit Beginn der Erhebung 1998
  2. Starke Zunahme bei Neuaufträgen
    Die Auftragsbücher in der Industrie füllen sich: Sowohl aus dem In- und Ausland lösen die Neuaufträge eine kräftige Ausweitung der Produktion aus.
  3. Beschleunigung beim Beschäftigungsaufbau
    Neue Aufträge heißen auch mehr Jobs - Unternehmen können somit wieder mehr Personal einstellen. Und zwar wird der Beschäftigungaufbau sogar aufgrund positiver Auftragslage beschleunigt.
  4. Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten
    Alerdings kommt es derzeit zu Lieferengpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten. Daher kommt es zu Kostenanstiegen - den kräftigsten seit zehn Jahren. Was sich auch auf die Lieferzeit auswirkt. Die Industrie verzeihncet die stärkste Lieferzeitverlängerung seit Beginn der Erhebung.
  5. Optimismus ist zurück
    Eine durchaus positive Stimmung kehrt bei der Industrie wieder ein. Der Optimismus in der Industrie nimmt zu: Der Erwartungsindex für die Produktion in den kommenden zwölf Monaten kletterte im März auf 71,2 Punkte.

Die Bank Austria befragt seit Oktober 1998 in Zusammenarbeit mit dem britischen Marktforschungsinstitut IHS Markit jeden Monat rund 300 Einkaufsleiter und Geschäftsführer österreichischer Industrieunternehmen.

Christoph Weber, Head of Organization & Operations bei der Managementberatung Horváth in Österreich

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