Kohlekraftwerke: Europas schlimmste Umweltverschmutzer

Kohlekraftwerke: Europas schlimmste Umweltverschmutzer

Vier Umwelt-NGOS haben gemeinsam die Auswirkungen europäischer Kohlekraftwerke analysiert. Ihr Urteil: Die Kraftwerke sind für 22.900 vorzeitige Todesfälle sowie zehntausende Herz- und Lungenkrankheitsfälle verantwortlich.

Der Report mit dem Titel "Europe's Dark Cloud" (Europas dunkle Wolke) stützt sich auf Auswertungen von 257 der 280 europäischen Kohlekraftwerke. An der Studie beteiligten sich der in Brüssel ansässige Umwelt-und Gesundheitsverband HEAL, die britische Umweltorganisation Sandbag, der Klimadachverband Climate Action Network (CAN) und die Umweltstiftung WWF. Die Verbände fordern angesichts der Gesundheitsschäden und des Klimawandels, so schnell wie möglich europaweit aus der Kohleenergie auszusteigen.

"Der Report bestätigt erneut, dass unsere Abhängigkeit von Kohlestrom auf dem Rücken der Menschen ausgetragen wird und alle Europäer einen hohen gesundheitlichen Preis dafür zahlen", erklärte Julia Huscher von der Organisation HEAL. "Dass Deutschland das am stärksten betroffene Land in Europa ist, sollte die Bundesregierung zum Handeln bringen."

Die WWF-Klimaschutzreferentin Viviane Raddatz forderte, Deutschland müsse einen "sozialverträglichen Fahrplan zum Ausstieg aus der Kohleverstromung vorlegen, der bis spätestens 2035 komplett umgesetzt wird".

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