KMU verbesserten Eigenmittelausstattung

KMU verbesserten Eigenmittelausstattung

Die durchschnittliche Eigenkapitalquote ist bei Klein- und Mittelbetrieben (KMU) im Jahr 2016/17 auf durchschnittlich knapp 32 Prozent gestiegen. Die Verschuldung bei den Banken ist gesunken.

Wien. Österreichs kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) sind gut mit Eigenmitteln ausgestattet und haben die durchschnittliche Eigenkapitalquote in den vergangenen Jahren verbessert. Die geht aus Auswertungen der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria von knapp 66.000 Jahresabschlüssen für das Basisjahr 2016/17 hervor.

Die durchschnittliche Eigenkapitalquote ist auf knapp 32 Prozent gestiegen, nach 30,4 Prozent 2015/16.

Damit sei der aus betriebswirtschaftlicher Sicht anzustrebende Mindestrichtwert von 30 Prozent im Durchschnitt überschritten worden, teilte die KMU Forschung Austria am Mittwoch mit. Vor allem Kleinstbetriebe hätten diesen Wert aber noch nicht erreicht und 2016/17 eine durchschnittliche Quote von knapp 25 Prozent aufgewiesen.

78 Prozent der KMU hatten ein positives Eigenkapital. 22 Prozent seien überschuldet gewesen, das heißt, dass das Eigenkapital sei durch Verluste aufgebraucht war womit sich in der Bilanz rechnerisch ein negatives Eigenkapital ergibt.

Die Finanzierungsstruktur der KMU habe sich deutlich verbessert: Die durchschnittliche Eigenkapitalquote sei 2016/17 mit 31,8 Prozent um fast 4 Prozentpunkte über dem Wert 2010/11 von 28,0 Prozent gelegen. Die Bankverschuldung sank in diesem Zeitraum von 30,6 auf Prozent auf 26,3 Prozent.

Eigenkapital stärke die Krisensicherheit von Unternehmen, da etwa in schwierigen Zeiten Verluste damit abgedeckt werden könnten. "Je höher der Eigenmittelanteil, desto kreditwürdiger ist ein Unternehmen", so die KMU Forschung Austria.

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