Klimawandel: Energieverbrauch muss dramatisch sinken

Die Internationale Energieagentur IEA mahnt in ihrem neuen World Energy Outlook viel mehr Sparsamkeit ein. Die bisher geplanten Maßnahmen reichen ihr zufolge bei weitem nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen und die Erderwärmung zu stoppen.

Klimawandel: Energieverbrauch muss dramatisch sinken

Die derzeit geplanten Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen werden bei weitem nicht ausreichen, um die im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegten Ziele zu erreichen. Zu diesem Schluss kommt die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem neuen "World Energy Outlook". Im Gegenteil: Der Energieverbrauch und die Treibhausgas-Emissionen dürften sogar deutlich zunehmen.

Der "World Energy Outlook" sei keine Prognose, sondern entwerfe drei mögliche Szenarien, die abhängig von der umgesetzten Energie-und Klimapolitik unterschiedliche Entwicklungspfade in den nächsten Jahrzehnten beschreiben, sagen die IEA-Experten. Dabei wird ein Anstieg der Weltbevölkerung auf knapp über 9 Milliarden Menschen bis 2040 angenommen und ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent pro Jahr.

In ihrem "Current Policies Scenario" zeigt die IEA-Studie auf, was passiert, wenn die Welt so weitermacht wie bisher: Der Energiebedarf steigt dann jährlich um 1,3 Prozent, das bedeutet bis 2040 eine Zunahme um rund 30 Prozent. Gleichzeitig würden auch die energiebezogenen Emissionen ungebremst zunehmen.

Das "Stated Policies Scenario" geht hingegen davon aus, dass die bisher angekündigten Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs umgesetzt werden und beschreibt die Auswirkungen dieser Maßnahmen: In diesem Szenario würde der Energieverbrauch bis 2040 um ein Viertel zunehmen, also um etwa 1 Prozent pro Jahr. Mehr als die Hälfte dieses zusätzlichen Energiebedarfs könnte durch erneuerbare Energien wie Photovoltaik gedeckt werden, ein weiteres Drittel durch Erdgas. Die Ölnachfrage würde in den 2030-er Jahren abflachen und der Kohleverbrauch sogar zurückgehen.

Was nötig wäre, um die im Pariser Abkommen vorgesehene Eindämmung des globalen Temperaturanstiegs "deutlich unter 2 Grad Celsisus" zu erreichen, wird im "Sustainable Development Scenario" beschrieben. Dafür müsste vor allem die Energieeffizienz so weit verbessert werden, dass der Energieverbrauch im Jahr 2040 geringer wäre als heute. Der Verbrauch von Erdgas würde in diesem Szenario bis 2030 steigen, danach aber wieder zurückgehen, gleichzeitig müsste der Anteil der Erneuerbaren Energiequellen steigen und der Verbrauch von Kohle drastisch reduziert werden. Der Ölverbrauch müsste im Jahr 2040 mit 65 Millionen Fass pro Tag wieder auf das Niveau der früheren 1990-er Jahre sinken.

Christian Winkelhofer, Managing Director Neue Technologien Accenture Österreich

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Zur Person. Martin Butollo ist seit 2013 Country CEO der Commerzbank in Österreich. Davor war Butollo für die Commerzbank und die Dresdner Bank in Frankfurt/Main in Managementfunktionen tätig. Seine berufliche Laufbahn begann bei PriceWaterhouseCoopers.

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