Keuschniggs Comeback

Christian Keuschnigg, Professor für Nationalökonomie an der Universität St. Gallen und Leiter des Wirtschaftspolitischen Zentrums in Wien.

Christian Keuschnigg ist zurück - mit einer eigenen Ökonomie-Denkfabrik.

Mehr Wettbewerb für die Wirtschaftsforscher: Mit einem eigenen kleinen Institut tritt der frühere IHS-Chef Christian Keuschnigg gegen die etablierten Institute an.

Der Abgang war nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Sein Konzept für die Reform des Instituts für Höhere Studien (IHS) fand zu wenig Zustimmung - und Christian Keuschnigg zog die Konsequenzen. Seit Jahresbeginn ist der gebürtige Tiroler nicht mehr Chef des IHS. Er ging zurück in die Schweiz, wo er an der Universität St. Gallen eine Professur für Nationalökonomie mit besonderer Berücksichtigung der öffentlichen Finanzen inne hat.

Das Duell der Denkfabriken

Und jetzt ist er plötzlich wieder da. Diese Woche präsentiert Keuschnigg sein neues Betätigungsfeld: Das Wirtschaftspolitische Zentrum Wien, kurz WPZ. Das Zentrum fängt klein an - aber es ist nicht zu unterschätzen. Denn es will in der wirtschaftspolitischen Beratung Österreichs eine unabhängige und laute Stimme sein. Bald schon könnte es die Konkurrenz unter den Wirtschaftsforschern ordentlich beleben, Keuschnigg spricht auffallend viel von fairem Wettbewerb. Demnächst wird eine erste Studie zum Thema Förderalismus und Steuerautonomie in Österreich vorgestellt.

Derzeit gibt es zwei große Wirtschaftsforschungseinheiten in Österreich. Das IHS, gegründet 1963, mit einem Budget pro Jahr von rund zehn Millionen Euro. Die andere große Denkfabrik ist das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo, 1927 als Verein entstanden, mit einem Budget von 12,5 Millionen Euro.

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