Kauflustige Konsumenten kurbeln Wirtschaft an

Die Mariahilferstraße in Wien - eine der beliebtetsen Einkaufsstraßen Österreichs

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Die steigende Binnennachfrage - kauflustige Konsumenten und vermehrte Investitionen in Anlagen - kurbelt Österreichs Wirtschaft an. Laut Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO ist die heimische Wirtschaft im zweiten Quartal im 0,3 Prozent gewachsen.

Es ist zumindest ein kleines Plus, dass der heimischen Wirtschaft in der aktuellen Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO attestiert wird. Das BIP ist demnach im zweiten Quartal des Jahres 2016 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent gestiegen. Die größten Wachstumsimpulse gingen dabei von der Binnennachfrage aus. Sowohl der Konsum als auch die Anlageinvestitionen wurden ausgeweitet. Die Industriekonjunktur schwächte sich dagegen zuletzt leicht ab.

Das WIFO sieht für die Kauflaune der Österreicher vor allem zwei Gründe. Die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Steuerreform einerseits und die niedrigen Energiepreise andererseits. Beide lassen den Bürgern mehr im Geldbörsel und wirken sich somit positiv auf die Ausgabenbereitschaft aus: Die Konsumnachfrage der Privathaushalte ist im ersten Halbjahr um 0,3 Prozent gestiegen. Bei den öffentlichen Konsumausgaben hat das WIFO ein Plus von 0,2 Prozent errechnet.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts 2004-2016; Veränderung gegen die Vorquartale in Prozent.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts 2004-2016; Veränderung gegen die Vorquartale in Prozent.

Positiv wirkt sich auch die gestiegene Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen aus. Seit 2015 investieren diese wieder vermehrt. Die Nachfrage nach Bruttoanlageinvestitionen, zu denen auch Ausrüstungs- und Bauinvestitionen zählen, stieg zuletzt um 0,8 Prozent. Damit hielt die Erholung nach dem Einbruch im Jahr 2014 an.

Industrie schwächelt

Die exportgetragene Industriekonjunktur schwächte sich dagegen Ende 2015 und Anfang 2016 ab, wenn auch der Außenhandel zuletzt wieder etwas an Dynamik gewann. Sowohl die Importe (+0,6 Prozent) als auch die Exporte (+0,5 Prozent) wurden ausgeweitet; der Wachstumsbeitrag des Außenhandels zum BIP war aufgrund des stärkeren Wachstums der Importe erneut negativ.

Spiegelbildlich zur schwächeren Entwicklung der Exporte ließ auch die Belebung der Industriekonjunktur zu Jahresbeginn leicht nach. Das Wachstum der Sachgütererzeugung verlangsamte sich auf +0,5 Prozent im zweiten Quartal (erstes Quartal +0,7 Prozent). Die Bauwirtschaft verzeichnete dagegen nach der schwachen Entwicklung der vergangenen zwei Jahre wieder positive Impulse. Die Wertschöpfung stieg im zweiten Quartal um 0,5 Prozent. Ebenfalls positive Beiträge zum Wirtschaftswachstum lieferten die Marktdienstleistungen. Im Handel stieg die Wertschöpfung um 0,5 Prozent, in der Beherbergung und Gastronomie um 0,4 Prozent.

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