IWF: Zollkonflikte sind größte Bedrohung für Weltwirtschaft

Das deutsche Forschungsinstitut warnt vo Handelskonflikten. Die globale Wachstumsprognose lässt das IWF unverändert. Die Prognose für Eurozone wurde um 0,2 Prozentpunkte gesenkt.

IWF: Zollkonflikte sind größte Bedrohung für Weltwirtschaft

Washington: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eindringlich vor den Risiken der aktuellen Handelskonflikte für die Weltwirtschaft gewarnt. Die möglichen Auswirkungen dieser Konflikte auf die Märkte und die Investitionsbereitschaft seien "die in naher Zukunft größte Bedrohung für das globale Wachstum", erklärte am Montag in Washington IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld.

In einem neuen Konjunkturbericht hält das Institut zwar an seinen bisherigen Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft fest. Sie liegen für heuer und das kommende Jahr weiterhin bei jeweils 3,9 Prozent.

Obstfeld warnte jedoch, sollten sich die Handelsstreitigkeiten der USA mit der EU, China und anderen Staaten verschärfen, könnte dies nach den IWF-Berechnungen das globale Wachstum bis 2020 um einen Wert von rund 0,5 Prozentpunkten unter die derzeitigen Projektionen sinken lassen.

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten eine Serie von Strafzöllen verhängt, um die US-Wirtschaft vor seiner Ansicht nach unfairem Wettbewerb zu schützen. Die Aufschläge gelten für eine Vielzahl von chinesischen Waren im Gesamtwert von 50 Mrd. Dollar (43 Mrd. Euro) sowie für Stahl und Aluminium aus diversen Staaten, darunter der EU.

Die Europäische Union, China und andere Länder antworteten mit Vergeltungszöllen. Trump droht dennoch mit weiteren neuen Importaufschlägen, darunter auf europäische Autos.

Der IWF mahnte nun, für das Wachstum der Weltwirtschaft bleibe es "essenziell", dass protektionistische Maßnahmen vermieden und "kooperative" Lösungen für die Handelsstreitigkeiten gefunden würden. Die globale wirtschaftliche Vernetzung auf Grundlage eines "offenen" und "regelbasierten" Handelssystems habe dazu beigetragen, weltweit die Produktivität zu stärken und den Lebensstandard zu heben.

Seine Konjunkturprognose für die Eurozone revidierte das Institut nach unten. Die wirtschaftliche Aktivität habe dort im ersten Quartal des Jahres deutlicher nachgelassen als erwartet, heißt es in dem Bericht. Die Vorhersage für die Eurozone liegt nun für 2018 bei 2,2 Prozent, was 0,2 Punkte weniger sind als im IWF-Bericht vom April. Für 2019 senkte das Institut die Prognose um 0,1 Punkte auf 1,9 Prozent.

Auch ihre Vorhersage für Deutschland schraubten die Washingtoner Experten herunter, allerdings nur für das laufende Jahr. Für 2018 sagen sie nun eine Zunahme des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur noch 2,2 Prozent voraus, das ist ein um 0,3 Punkte niedrigerer Wert als im April-Bericht. Für 2019 setzte der IWF hingegen seine Prognose für Deutschland leicht herauf, um 0,1 Punkte auf 2,1 Prozent.

Für Österreich legte der IWF keine Zahlen vor.

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Zur Person. Martin Butollo ist seit 2013 Country CEO der Commerzbank in Österreich. Davor war Butollo für die Commerzbank und die Dresdner Bank in Frankfurt/Main in Managementfunktionen tätig. Seine berufliche Laufbahn begann bei PriceWaterhouseCoopers.

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