IWF: Corona-Hilfszahlungen mit CO2-Reduktion verknüpfen

Die IWF-Chefin Kristalina Georgiewa will nach der Corona-Krise den Weg in eine grüne Erholung einschlagen. Sowohl die Pandemie als auch der Klimawandel sollen eingedämmt werden.

IWF-Chefin Kristalina Georgiewa

IWF-Chefin Kristalina Georgiewa

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will die geplanten Konjunkturprogramme wegen der Coronavirus-Krise auch zur Bekämpfung des Klimawandels nutzen. "Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um eine 'grüne Erholung' hinzubekommen", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa beim Petersberger Klimadialog.

Wenn die Regierungen es richtig machten, könnten beide Krisen - die Pandemie und der Klimawandel - gleichzeitig gelindert werden. Dies dürfe nicht nur eine Möglichkeit sein, sondern jetzt oberste Priorität haben.

CO2-Reduktion als Bedingung für Hilfsgelder

Erstens müssten mit Staatshilfen Auflagen zur CO2 -Reduzierung verbunden werden, vor allem für energieintensive Industriebetriebe, erläuterte Georgiewa. Staatliche Investitionen müssten zudem in klimafreundliche Technologien und Verkehrsmöglichkeiten sowie eine nachhaltige Landwirtschaft geleitet werden. "Allein im Energiesektor schätzt der IWF, dass ein Wandel zu einem geringeren CO2 -Ausstoß jährliche Investitionen von 2,3 Billionen Dollar über ein Jahrzehnt erfordert."

Zweitens muss der IWF-Chefin zufolge am Kapitalmarkt ein Fokus auf nachhaltige Investments gelegt werden. Staatliche Garantien könnten bewusst eingesetzt werden, um private Investitionen zu fördern. Drittens bräuchten die nach der Corona-Krise deutlich stärker verschuldeten Staaten höhere Einnahmen. Hier sollte der CO2 -Preis in den Blick rücken. "Weltweit liegt der aktuelle CO2 -Preis nur bei zwei Dollar pro Tonne, deutlich unter dem benötigten Niveau von 75 Dollar pro Tonne, um die globale Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten." Ein höherer CO2 -Preis würde zudem Investitionsströme stärker in klimafreundlichere Bereiche umlenken.

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