Italien ermittelt gegen Deutsche Bank wegen Marktmanipulation

Italien ermittelt gegen Deutsche Bank wegen Marktmanipulation

Nach den Ermittlungen gegen fünf Manager von zwei renommierten Rating-Agenturen wird nun gegen fünf Manager der Deutschen Bank ermittelt. Auch Ex-Chef Ackermann ist im Fadenkreuz der Justiz.

Frankfurt/Trani. Die Staatsanwaltschaft der süditalienischen Stadt Trani hat Ermittlungen gegen die Deutsche Bank und fünf ihrer Manager wegen Marktmanipulation aufgenommen. Dabei geht es um den Verkauf von Staatspapieren im Wert von 7 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2011, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Freitag.

Die Ermittlungen richten sich gegen Co-Bankchef Jürgen Fitschen, den früheren Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann, den Ex-Vorstand Hugo Bänziger, den ehemaligen Co-Chef Anshu Jain und den ehemaligen Deutsche-Bank-Finanzchef Stefan Krause.

Die Ermittler in Trani ließen am Mailänder Sitz der Deutschen Bank Dokumente beschlagnahmen. Zeugen wurden befragt, darunter auch Verwaltungsratspräsident der Deutsche Bank Italia, Flavio Valeri, gegen den keine Ermittlungen laufen.

In Trani läuft zurzeit ein Prozess gegen fünf Manager der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) und zwei Verantwortliche von Fitch. Die Angeklagten sollen in den Jahren 2011 uns 2012 versucht haben, Italiens Ansehen, Prestige und Kreditwürdigkeit auf den Finanzmärkten zu destabilisieren, so der Vorwurf der Staatsanwälte, die eine ausgedehnte Untersuchung abgeschlossen haben.

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