Schwache Konjunktur belastet Österreichs Exportwirtschaft

Schwache Konjunktur belastet Österreichs Exportwirtschaft

Kaum gute Signale kann das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO bei der neuen Analyse der internationalen Konjunktur erkennen. Die weltweite Konjunkturschwäche belastet auch die heimische Exportwirtschaft.

Das kleine Flämmchen Wirtschaftsaufschwung hat in Österreich erneut einen Dämpfer bekommen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO har errechnet, dass sich das Wirtschaftswachstum in Österreich im zweiten Quartal des Jahres gegenüber den ersten drei Monaten wieder abgeschwächt hat. Belastend hat sich vor allem die schwache globale Konjunktur ausgewirkt, die auf die heimische Exportwirtschaft drückt. Positiv hat sich dagegen die gute Binnennachfrage ausgewirkt. Ohne diese wäre der Rückgang noch deutlicher ausgefallen.

Ein Hoffnungsschimmer ist, dass die Konjunkturumfragen und der WIFO-Frühindikator auf eine leichte Verbesserung in den kommenden Monaten hindeuten. Die Beschäftigung wuchs im Vorjahresvergleich noch, die saisonbereinigten Daten zeigen aber keine weitere Zunahme gegenüber den Vormonaten. Auch die Zahl der Arbeitslosen stagnierte weiter. Die Arbeitslosenquote verharrte im August auf ihrem Vorjahresniveau und entsprach auch saisonbereinigt weitgehend dem Wert des Vormonats.

Schwache globale Daten

In den Schwellenländern hält die laut WIFO weiter Wachstumsschwäche an, und auch in den USA expandierte die Wirtschaft im 1. Halbjahr 2016 verlangsamt. Die Wirtschaft der USA wuchs in den letzten drei Quartalen schwächer die der EU. Vor allem der Rückgang der Investitionsnachfrage belastet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Unternehmensumfragen deuten laut WIFO-Experten Marcus Scheiblecker nicht auf eine Beschleunigung der Entwicklung in naher Zukunft hin.

Auch in den Schwellenländern ist die Konjunktur nach wie vor schwach, vorlaufende Indikatoren deuten allerdings auf eine Besserung in den kommenden Monaten hin.

In der EU flachte die Entwicklung zwar nach dem schwungvollen Jahresbeginn ab, blieb jedoch auf Wachstumskurs. Das Brexit-Votum in Großbritannien hat die Finanzmärkte und die Unternehmen jedoch kurzfristig verunsichert und die Unternehmensstimmung belastet. Die allgemeine Zuversicht im Euro-Raum hat das Votum allerdings nicht beeinträchtigt. Selbst die Abwertung des britischen Pfundes gegenüber dem Euro hatte keine signifikante Folge.

Lediglich in Deutschland gab der ifo-Index nach einem Rückgang im Juli im August nochmals deutlich nach. Dort dürfte sich nach einem überaus kräftigen Wachstum zu Jahresbeginn und einer Verlangsamung im zweiten Quartal die Konjunktur in der Folge weiter abkühlen.

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