Weinskandal in Italien: 30.000 Flaschen Fake-Wein beschlagnahmt

Weinskandal in Italien: 30.000 Flaschen Fake-Wein beschlagnahmt

Billig-Wein, der unter falschem Namen zu zehnfach überhöhten Preisen verkauft wurde und gefälschte Qualitätsweine: Italien hat einen Weinskandal.

30.000 Flaschen von gefälschtem Brunello di Montalcino, Chianti und anderen Qualitätsweine sind am Donnerstag in der Toskana und in weiteren mittel- und norditalienischen Regionen beschlagnahmt worden. Carabinieri stellten auch mehrere Hektoliter billigen Wein sicher, der zu zehnfach überhöhtem Preis auf dem italienischen und internationalen Markt hätte verkauft werden sollen.

Bei der Aktion gegen Produktpiraterie fanden die Ermittler darüber hinaus gefälschte Etiketten. Der Schaden für die italienische Weinproduktion wurde auf mehreren hunderttausend Euro beziffert. Durch Produktpiraterie in der Lebensmittelbranche werden nach Angaben des Verbandes der italienischen Nahrungsmittelindustrie Federalimentare jährlich 2,6 Milliarden Euro umgesetzt. Wein und Spirituosen zählen zu den am häufigsten gefälschten Produkten.

Zu den Geschädigten des aktuellen Weinskandals gehört auch die Familie des italienischen Startenors Andrea Bocelli, die das das Weingut Azienda Agricola Alberto Bocelli betreibt. Die Familie produziert seit drei Jahrhunderten Wein im toskanischen Ort Lajatico, etwa 50 Kilometer südöstlich von Pisa.

Azienda Agricola Alberto Bocelli
Via Volterrana, 57 - Lajatico (PI)
Tel-Fax +39 0587.643027

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