Wochenvorschau: Messe-Eldorado und Bilanz-Regen

Wochenvorschau: Messe-Eldorado und Bilanz-Regen

In Barcelona trifft sich in dieser Woche die Mobilfunkbranche in Berlin die Reisebranche und am Genfer Autosalon werden die neuesten Modelle des Automobil-Jahres präsentiert. In Wien findet am Donnerstag der E-Day:15 statt An der Börse Wien werden indes einige Bilanzen präsentiert.

Die Krise macht in dieser zur Abwechslung einmal Pause – nachdem das Hilfsprogramm für Griechenland nun um weitere vier Monate verlängert wurde, widmet sich Europas Wirtschaft nun anderen Themen. Zum Beispiel Messen.

Von Barcelona bis Berlin

Von Montag bis Donnerstag werden sich Entscheider der internationalen Mobilfunk-Branche zum größten Treff der Szene, dem Mobile World Congress, in Barcelona einfinden. Inhaltlich wird es dabei neben Lösungen wie dem „Internet der Dinge“ auch um neue Geräte gehen; unter anderem wird Handy-Weltmarktführer Samsung ein neues Flaggschiff präsentieren. Als Star-Redner ist Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, eingeladen.

Wer danach noch nicht genug hat vom hektischen Messe-Leben, der kann im Anschluss gleich in die Schweiz fliegen – dort findet von 5. Bis 15. März der Genfer Autosalon statt. Etliche Auto-Premieren sind hier zu erwarten; wie ein Damokles-Schwert hängt aber der IT-Riese Apple über der Branche, der angeblich an einem E-Auto arbeitet. Der iPhone-Konzern aus Cupertino ist zwar weder in Barcelona, noch in Genf vertreten – für Gesprächsstoff sorgt das wertvollste Unternehmen der Welt wohl trotzdem an beiden Orten.

Parallel zu den beiden Terminen findet von 4. Bis 8. März in Berlin die ITB, die weltweit größte Reisemesse statt. Über 10.000 Aussteller aus mehr als 180 Ländern sind hier vertreten; das Event lockt 50.000 Privat- und 110.000 Fachbesucher an. Offizielles Partnerland ist heuer eine eher untypische Urlaubsdestination: Die Mongolei.

E-Day:15 in der WKO

In Wien findet am Donnerstag der E-Day:15 statt, der von der Wirtschaftskammer Österreich organisiert wird. Das Generalthema der heurigen Veranstaltung ist "Gamification", also das Integrieren von spielerischen Konzepten in den beruflichen Alltag. Zielgruppe des Events sind nicht bloß IT-Entscheider, sondern alle österreichischen Unternehmen - zumal wohl keine Branche mehr vom digitalen Wandel ausgenommen ist.

Format.at ist am E-Day vor Ort und wird live auf dem Twitter-Account @FORMAT_at berichten. Die Anmeldung zum E-Day:15 ist kostenlos unter diesem Link möglich.

Österreich: Arbeitslose, Hypo und Quartalszahlen

In Österreich wird am Montag das Sozialministerium die Arbeitslosenzahlen für Jänner präsentieren. Das Wifo hatte bereits in der Vorwoche analysiert, dass die Wirtschaft der Republik sich derzeit kaum vom Fleck bewegt.

Spannend bleibt es auch weiterhin in Bezug auf die Hypo, beziehungsweise die Abbaueinheit Heta: Die Heta muss im März zwei Anleihen über insgesamt 950 Millionen Euro tilgen, schrieben vergangene Woche verschiedene Medien - davon 450 Millionen am 6. März und 500 Millionen am 20. März. Dabei stelle sich erstmals die Frage, ob Gläubiger nur einen Teil ihres Geldes zurückbekommen, also ein "Haircut" der Anleihenzeichner erfolgt.

Parallel dazu wird es Bilanzen regnen: Den Anfang macht der Flughafen Wien am Montag, die Brau Union schenkt am Dienstag reinen Wein ein. Am gleichen Tag wird außerdem der ATX neu gewichtet.

BAWAG-Bilanz, Andritz-Bilanz und Doppler-Bilanz stehen am Donnerstag am Programm. Am Freitag ziehen schließlich noch die UNIQA und die Sparkassengruppe Bilanz. Weitere Bilanzen gibt es in Deutschland - mehr dazu unter diesem Link.

Griechenland: Die Krise setzt sich fort

Abschließend noch ein paar Worte zur eingangs erwähnte Griechenland-Frage: Das Thema verschwindet nicht völlig von den Radarschirmen der Investoren und Ökonomen. Am Donnerstag rückt Hellas wieder in den Vordergrund, wenn sich die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) zu ihren Beratungen trifft. Aktionäre interessiert vor allem, ob die Währungshüter griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheiten akzeptieren und damit den griechischen Banken Zugang zu billigem Notenbankgeld gewähren. "Offenbar ist aus EZB-Sicht trotz Verlängerung des griechischen Hilfsprogramms dessen erfolgreicher Abschluss nicht sicher", betont Analyst Michael Schubert von der Commerzbank: "Die Bereitstellung von Notkrediten durch die griechische Notenbank (ELA) dürfte der EZB-Rat aber nicht zuletzt wegen der anhaltenden Gefahr einer Kapitalflucht verlängern."

Darüber hinaus erhoffen sich Investoren von EZB-Chef Mario Draghi weitere Details zum sogenannten Quantitative Easing (QE). Mit den ab März geplanten Anleihekäufen im Volumen von rund einer Billion Euro will die Notenbank die schwächelnde Konjunktur der Euro-Zone ankurbeln und die drohende Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, abwenden. Vor diesem Hintergrund werfen Börsianer am Montag ein Auge auf die Inflationsdaten aus der Euro-Zone. Analysten zufolge hat sich der Rückgang der Verbraucherpreise im Februar auf 0,5 Prozent von 0,6 Prozent abgeschwächt.

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