Volkswagen: Auch chinesische Autokäufer sollen sich verschulden

Viele Chinesen zahlen ihren Neuwagen in bar, lediglich 30 Prozent nehmen dafür einen Kredit auf. Geht es nach den Plänen von VW, dann soll sich dies bald ändern: Die Finanztochter des Wolfsburger Konzerns eröffnet etliche neue Büros im Reich der Mitte.

Volkswagen: Auch chinesische Autokäufer sollen sich verschulden

China wächst für die Bank- und Leasing-Tochter von Volkswagen zu einem wichtigen Markt heran. In diesem Jahr kauften rund 400.000 Chinesen ihren Wagen bei einer Marke des Wolfsburger Konzerns auf Pump und liehen sich das Geld dafür bei der Finanztochter. Das sind fast drei Viertel mehr als vor einem Jahr. "Die Entwicklungsschritte, die der Markt in China nimmt, sind rasant", sagte Spartenchef Frank Witter am Donnerstagabend in Hannover. Die Volksrepublik werde damit auch beim Schuldenmachen zu einem "normalen Markt".

Noch ist der Anteil der finanzierten und geleasten Fahrzeuge in China vergleichsweise gering. Viele Chinesen zahlen lieber bar. Lediglich 30 Prozent der Käufer finanzieren ihren Neuwagen. Das ist zwar doppelt so viel wie vor einem Jahr. Verglichen mit westlichen Ländern ist das aber wenig. In Deutschland etwa sind es 75 Prozent, in den USA sogar 90 Prozent.

Wenn es nach VW geht, soll der Anteil auch in China möglichst rasch steigen: Die Finanztochter aus Braunschweig zieht dort derzeit ein Netz an Niederlassungen und Büros hoch, um auch im Leasinggeschäft stärker Fuß zu fassen. In 14 Städten ist man schon präsent. "Das Leasing aufzubauen, ist ein langer Prozess, weil Sie in jeder Stadt juristische Hürden überwinden müssen", sagte Witter. VW kaufe auch kleinere Leasing-Gesellschaften hinzu, um schneller voranzukommen. Mit "ein paar Hundert" ist die Zahl der Leasingverträge noch überschaubar.

Weltweit steigerte die VW-Finanzsparte den Anteil der finanzierten und geleasten Fahrzeuge am Absatz der Marken des Wolfsburger Konzerns auf 44 Prozent (ohne China). Vor einem Jahr waren es noch zwei Prozentpunkte weniger. Ziel sei, mindestens jeden zweiten Wagen mit einem Produkt der Finanztochter zu verkaufen, sagte Witter.

Kleines Gewinnplus in der Finanzsparte

Weltweit hat die VW-Finanzsparte in diesem Jahr hochgerechnet 5,5 Millionen Fahrzeuge von Kunden finanziert, eine Steigerung um zwölf Prozent. Hinzu kommen etwa 2,2 Millionen Leasingverträge, plus zehn Prozent. Am stärksten legten Versicherungs- und Serviceverträge mit 18 Prozent zu. Insgesamt steigerte die VW-Finanzsparte den Bestand an Kredit-, Leasing- und Versicherungsverträgen hochgerechnet um 14 Prozent auf 12,2 Millionen.

Beim Gewinn machte Witter dem Wolfsburger Mutterkonzern Hoffnungen auf ein kleines operatives Gewinnplus in diesem Jahr. Er sei guter Dinge, dass das Vorjahresergebnis von 1,6 Milliarden Euro mindestens erreicht werde. "Mindestens heißt, dass wir noch einen Schnaps darüber liegen." Im Frühjahr hatte die VW-Tochter noch angekündigt, das Ergebnis solle nicht unter das des Vorjahres fallen.

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