Die besten Varoufakis-Zitate zur aktuellen Lage

"Die Gläubiger sind wie Sadisten, die, die ohnehin von der Krise schwer getroffenen Bürger, finanziell weiter belasten wollen", so der griechische Finanzminiser Yanis Varoufakis.
"Die Gläubiger sind wie Sadisten, die, die ohnehin von der Krise schwer getroffenen Bürger, finanziell weiter belasten wollen", so der griechische Finanzminiser Yanis Varoufakis.

"Die Gläubiger sind wie Sadisten, die, die ohnehin von der Krise schwer getroffenen Bürger, finanziell weiter belasten wollen", so der griechische Finanzminiser Yanis Varoufakis.

Yanis Varoufakis kämpft rhetorisch mit allen Mittel darum den Gläubigern Reformen, die aus seiner Sicht unrealistisch sind, auszureden. Worte wie Erniedrigung, Sadisten, Tabula rasa, Auflösung Europas kommen dem griechischen Finanzminister dabei leicht über die Lippen.

Die Gläubiger Griechenlands wollen mit aller Macht ihre Vorschläge für ein Sparprogramm durchsetzen. Nur der griechische Finanzministers Yanis Varoufakis hält davon so gar nichts.


Die geforderten Sparmaßnahmen bieten keine Lösung der Finanzkrise, sondern ist nur eine Erniedrigung der Griechen

sagte Varoufakis am Montagabend in einer Rede auf der Insel Kreta.

"Griechenland wird zwar weiterhin logische Gegenvorschläge machen. Aber wenn es drauf ankomme, wird Athen einen Bruch nicht ausschließen." Varoufakis sieht in diesem Fall aber auch für die gesamte EU schwarz:


Wenn die Gläubiger unsere Erniedrigung wollen, dann werden sie die Auflösung Europas ertragen müssen.

Nicht nur die Forderungen der Gläubiger, auch deren Moral hält er für äußerst zweifelhaft:


Die Gläubiger sind wie Sadisten, die, die ohnehin von der Krise schwer getroffenen Bürger, finanziell weiter belasten wollen.

Auch dem bisher auferlegten Sparprogramm hält er nichts:


Wir müssen ganz von vorn anfangen, Tabula rasa machen.

Der IWF fordert vehement die Mehrwertsteuer auch die vielen Ausnahmen für die Mehrwertsteuer zu streichen und so mehr Steuern einzutreiben. Varoufakis dazu:


Wissen Sie, was unser wirkliches Problem mit der Mehrwertsteuer ist? Unsere Finanzverwaltung ist nicht in der Lage, sie zu kassieren.

Er sieht noch ein weiteres Problem, wenn es zur Erhöhung der Mehrwertsteuer kommt:


Klingt verrückt, aber es ist so: Je höher diese Steuern, je weniger zahlen die Leute, sie fühlen sich dann berechtigt, nicht mehr zu zahlen.

So Varoufakis gegenüber dem Sender der regierenden Linkspartei Syriza "Sto Kokkino" am Montag:


Heute ist ein schöner Tag. Die Sache ist kristallklar: Endlich sind wir an den Punkt gelangt, wo die Partner Entscheidungen treffen müssen

Varoufakis will bei der Sitzung der Finanzminister der Eurogruppe am Donnerstag auch kein neues Reformpapier vorlegen.


Nein - wir präsentieren kein neues Reformpapier

Die Eurogruppe sei nicht das Forum, Positionen und Vorschläge zu präsentieren. Solche Reformen müssten zuvor auf unterer Verhandlungsebene diskutiert und verhandelt worden sein.

Das griechische Verhandlungsteam steht aber bereit "jederzeit bereit, eine umfassende Lösung mit unseren Partnern zu finden". Voraussetzung sei, dass die Vertreter von Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU "mit einem klaren, harten Mandat an den Verhandlungstisch kommen".

Varoufakis über die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel:


Merkel soll in Griechenland eine "Rede der Hoffnung" halten. So könnte die Führung übernehmen - nicht nur für Griechenland sondern für ganz Europa.

Angesichts der beharrlichen Verweigung die Reformen zu akzeptieren, warnte nun EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor verheerenden Folgen eines griechischen Austritts aus der Euro-Währungsunion. Juncker:


Varoufakis weiß, dass die Lage sich zuspitzt. Ich habe ihm das in allen Farben und in mehreren Sprachen nahegebracht.

Doch Varoufakis setzt alle Hoffnung auf Merkel:


Sie fängt nicht einmal damit an, einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone in Betracht zu ziehen.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras will im Schuldenstreit nicht einlenken:


Wir werden geduldig abwarten, bis die Institutionen auf eine realistische Position einschwenken.

Geduld dürfte in diesem Fall aber ein schlechter Ratgeber sein, wird Ende Juni doch der 1,6 Milliarden-Euro-Kreditrate des IWF fällig. Können die Griechen das Geld nicht überweisen, wird das Land für bankrott erklärt. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnte deshalb auch unmissverständlich:


Das Bankrott-Risiko steigt jeden Tag.

Erik Weisman, Aktienexperte der Privatbank M.M. Warburg:


Die Wahrscheinlichkeit eines Grexits ist in den vergangenen Tagen auf mehr als 50 Prozent gestiegen.

Die Folgen wären unvorhersehbar. Die Bürger müssten dann durch spezielle Kontrollen daran gehindert werden, ihr Geld außer Landes zu bringen. Die Liquidität würde aber dennoch von einem Tag auf den anderen versiegen. Damit würde eine Abwärtsspirale in Gang kommen.

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