US-Öldienstleister streichen tausende Stellen

US-Öldienstleister streichen tausende Stellen

Baker Hughes baut 7000 Jobs ab, Halliburton signalisiert ebenfalls massiven Stellenabbau und auch Schlumberger kündigt 9000 Mitarbeiter - das Öl-Business ist 2015 gewiss kein Zuckerschlecken. Schuld ist der massive Ölpreis-Verfall.

In den USA werden wegen des rasanten Ölpreisverfalls immer mehr Stellen gestrichen. Der Öldienstleister Baker Hughes kündigte am Dienstag an, voraussichtlich rund 7000 Mitarbeiter zu kündigen. Die Firma hatte Ende September gut 61.000 Beschäftigte. Ihr größerer Fusionspartner Halliburton signalisierte ebenfalls die Streichung von Tausenden von Arbeitsplätzen. Die Anpassungen dürften im Rahmen dessen liegen, was auch die großen Wettbewerber planen, sagte Vorstand Jeffrey Miller, ohne genaue Zahlen zu nennen. Der Konzern beschäftigt mehr als 80.000 Mitarbeiter. Erst vergangene Woche hatte der weltweit führende Anbieter von Dienstleistungen zur Ölförderung, der US-Konzern Schlumberger, den Abbau von 9000 Stellen oder sieben Prozent der Belegschaft angekündigt.

Der Ölpreis ist seit Juni um fast 60 Prozent eingebrochen, weswegen viele Unternehmen der Branche nun ihre Kosten senken. Baker Hughes betonte, der Abbau werde größtenteils schon im ersten Quartal 2015 über die Bühne gehen. Es seien Abfindungen von bis zu 185 Millionen Dollar vorgesehen.

Baker Hughes rechnet aber nicht nur deswegen mit einem schwierigen Jahr 2015. Die geringere Bohraktivität werde sich deutlich im Ergebnis niederschlagen, erklärte Konzernchef Martin Craighead. Den starken Ölpreisrückgang bekommen auch die auf Dienstleistungen rund um die Ölförderung spezialisierten Firmen zu spüren, denn Kunden kürzen ihre Investitionen und vergeben weniger Aufträge.

Im abgelaufenen Quartal sei die Nachfrage noch überraschend robust gewesen, ergänzte Craighead. Grund waren starke Geschäfte in Nordamerika. Der Partner Halliburton steigerte den Konzernumsatz um 15 Prozent auf 8,77 Milliarden Dollar, bei Baker Hughes wuchs er um 13 Prozent auf 6,64 Milliarden. Die Quartalsgewinne der beiden Unternehmen lagen über den Analystenerwartungen. Halliburton ist im Begriff, Baker Hughes für rund 35 Milliarden Dollar zu übernehmen. Dadurch entsteht die neue Nummer eins unter den US-Öldienstleistern. Bisher war Schlumberger der Branchenprimus.

Steuertipps

So funktioniert die Steueramnestie für Russen mit Auslandsvermögen

Wirtschaft

Waschmaschine an Amazon: Ich brauche Waschpulver!

Wirtschaft

Neue Jahreszeit bei der Bank Austria: Vivaldi tritt als Vorstand ab

Wirtschaft

ILO-Trendbericht: Arbeitslosigkeit nahm 2015 global zu