Flüchtlingshilfe: Ryanair soll Flüchtlinge ohne Visa befördern

Aktive Flüchtlingshilfe von Ryanair ist eine Falschmeldung. Die deutsche Presse-Agentur (dpa) und die Austria Presse Agentur (APA) sind einer gefälschten Pressemeldung aufgesessen. Demnach sollte Ryanair vom 12. Oktober an Flüchtlinge auf Flügen von Kos in Griechenland, dem slowakischen Bratislava und Ungarns Hauptstadt Budapest Passagiere nicht mehr überprüfen, ob sie das Recht zur Einreise haben.

Flüchtlingshilfe: Ryanair soll Flüchtlinge ohne Visa befördern

Nach einer EU-Richtlinie zum Schengen-Abkommen dürfen Fluggesellschaften Passagiere ohne gültiges Visum nicht ins Land bringen. Tun die Airlines dies doch, müssen sie mit Geldstrafen von mindestens 3.000 Euro pro Einzelfall rechnen. Die gefälschte Pressemittelung im Namen von Ryanair wurde über die deutsche Presseagentur dpa ausgesendet und unter anderem von der österreichischen Partneragentur APA weiter verbreitet.

Auch Format.at ist der Falschmeldung aufgesessen, in der unter anderem behauptet wurde dass Ryanair Strafen im Zweifel übernehmen würde

Warum Flüchtlinge nicht mit dem Flugzeug fliegen

Der schwedische Medizinprofessor und Statistik-Experte Hans Rosling erklärte Anfang des Jahres bereits in einem seiner Videos warum so viele Flüchtlinge den gefährlichen Weg über Land und Meer in Kauf nehmen anstatt zu fliegen. Das Ticket für den Flug direkt nach Europa ist häufig um ein Vielfaches günstiger als der Betrag, der von vielen Schleppern verlangt wird - von der Sicherheit einmal abgesehen.

Dass Fluggesellschaften Flüchtlinge nicht befördern liegt nicht an ihnen selbst, sondern an einer EU Regelung von 2001, die besagt, dass alle Mitgliedssaaten dazu verpflichtet, aufgrund der Bekämpfung illegaler Einwanderung Beförderungsunternehmen mit finanziellen Sanktionen zu belegen, sollten diese Einwanderer ohne gültiges Visum in die europäische Union befördern.

Fliegen ist billiger und sicherer als mit dem Boot über das Mittelmeer zu fahren. Warum Flüchtlinge nicht das Flugzeug nehmen.

Egal ob Fluggesellschaft, Schifffahrtsunternehmen, Bahn oder Bus, sollte die Person, die sie auf diese Bestimmung hin illegal befördert haben zurück transportiert werden, trägt das Beförderungsunternehmen die Kosten hierfür. Die Regelung schließt Flüchtlinge laut Genfer Konvention aus, übergibt aber damit die Verantwortung darüber zu entscheiden, wer transportiert wird oder nicht in die Hände der Unternehmen. Wer ein Flüchtling ist und wer nicht gilt es nun an den Terminals und Bahnstationen vom Personal vor Ort zu klären. Das Resultat: Niemand ohne Visa kann in ein Flugzeug oder auf ein Schiff nach Europa steigen. Rosling sagt: " Diese EU Regelung 2001/51 ist dafür verantwortlich, dass so viele Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken."

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Der US-Online-Handelsriese Amazon führt mit dem Service "Dash" ein neues Bestellsystem ein, mit dem Geräte automatisch den Nachschub bestellen. Zunächst sollen Waschmaschinen automatisch Waschpulver nachbestellen. Drucker sollen selbständig via Internet Toner nachbestellen.
 

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Mit der Abgabe der Osteuropa-Sparte CEE zur Mutter UniCredit wird auch der Vorstandsjob von Carlo Vivaldi bei Bank Austria gestrichen. Carlo Vivaldi tritt als CEE-Vorstand der BA ab. Er behält aber sein Büro in Wien. Die Übertragung des Osteuropageschäfts folgt von Wien auf Mailand im späteren zweiten Halbjahr 2016. Offen ist noch wie viele Mitarbeiter der Osteuropa-Sparte noch in Wien bleiben.
 

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