Eurobrand-Markenranking: Apple wertvoller als Google und Microsoft

Eurobrand-Markenranking: Apple wertvoller als Google und Microsoft
Eurobrand-Markenranking: Apple wertvoller als Google und Microsoft

Eine Frau mit den neuen iPhone 6s: Die Smartphones von Apple dürften einen großen Teil zum Markenwert des kalifornischen IT-Konzerns beigetragen haben.

Neues Eurobrand-Markenranking der wertvollsten 100 Marken der Welt: Apple bleibt die Nummer eins und hängt die Verfolger Google, Coca-Cola und Microsoft weiter ab. Der deutsche Autokonzern Volkswagen ist demnach 27,2 Milliarden Euro wert - allerdings war dies vor Bekanntwerden des Dieselgate-Skandals.

Wien/Fuschl. Apple ist unverändert die wertvollste Marke der Welt mit einem Wert von 136,9 Mrd. Euro, geht aus dem Ranking eurobrand global Top 100 für 2015 hervor. Google liegt an zweiter Stelle vor Microsoft. Der österreichische Getränkehersteller Red Bull rutschte weiter ab auf Platz 62, nach Rang 53 im Jahr 2014. Der Wert von Red Bull sank um 4 Prozent auf 14,82 Mrd. Euro.

Wertvollste Getränkemarke der Welt ist nach wie vor Coca-Cola mit momentan 66,52 Mrd. Euro Wert. Den dritten Platz verlor die Marke mit dem rot-weißen Logo aber an Microsoft, Coca-Cola liegt nun auf Rang vier. Damit werden die drei Stockerlplätze erstmals ausschließlich von IT-Konzernen belegt. Apples Platz an der Spitze ist für die Konkurrenz aber vorerst unerreichbar. Die Marke Apple ist mit 136,9 Mrd. Euro fast doppelt so viel wert wie die von Google mit 73,63 Mrd. Euro. Und der Abstand wird größer: Google steigerte seinen Markenwert gegenüber 2014 um 9 Prozent, Apple hingegen um 21 Prozent. 2014 lag Apple zwar auch auf dem ersten Platz, der Markenwert bezifferte sich aber noch auf 113,16 Milliarden Euro.

Red Bull bleibt die einzige Marke aus Österreich unter den Top-100.

Aus den Top Ten gefallen sind IBM und McDonald's. IBM verlor 20 Prozent an Markenwert (nun mit 43,71 Mrd. Euro 11.) und McDonald's 17 Prozent (15. mit 39,69 Mrd. Euro). Neu unter den zehn wertvollsten Marken sind die Telekomanbieter China Mobile (6. mit 48,68 Mrd. Euro) und Verizon (8. mit 47,26 Mrd. Euro).

Wertvollstes Markenunternehmen Europas blieb der französische Luxusgüterkonzern LVMH mit einem Markenwert von 39,83 Mrd. Euro auf Rang 14 weltweit, gefolgt vom Brauereikonzern AB Inbev mit 35,78 Mrd. Euro auf Platz 16 und Nestle mit 34,29 Mrd. Euro auf Rang 19.

Volkswagen bereits 9,8 Milliarden Euro an Markenwert verloren

Deutschlands wertvollste Marke ist - noch - Volkswagen. Im Ranking für 2015 steigerte VW den Markenwert um 7 Prozent auf 27,33 Milliarden Euro, damit liegt der Autokonzern nun auf Rang 24. Das sich dies angesichts des Diesel-Abgas-Skandals ändern wird, gilt als sehr wahrscheinlich. Laut den Markenberatern von Brand Finance hat der traditionsreiche deutsche Autokonzern seit Bekanntwerden des Dieselgate-Skandals bereits 11 Milliarden US-Dollar - umgerechnet 9,8 Milliarden Euro - an Markenwert eingebüßt. 2014 war die Marke Volkswagen laut eurobrand 25,6 Milliarden Euro wert. Gerhard Hrebicek, Chef des Wiener Instituts Eurobrand, erwartet bei Volkswagen für das Ranking kommendes Jahr "massive Einbußen" in Milliardenhöhe. Dass der Markenwert ähnlich stark einbricht wie zuletzt die VW-Aktie, bezweifelte der Markenwertexperte allerdings.

Europa sei stark bei "Markenportfolios", Nordamerika führend bei "Single Brands", so Gerhard Hrebicek, Chef von eurobrand und Vorstand des European Brand Institute, zu den Ergebnissen. Die US-Markenlandschaft, dominiert von IT & Technologie, Konsumgüter- und Finanzdienstleistungsmarken repräsentiert 47 der Global Top 100 Markenunternehmen. Europa ist nur noch mit 35 vertreten, während die asiatischen Markenunternehmen aufholten. Heuer sind 18 Konzerne aus Asien vertreten, nach 13 im Vorjahr.

In Österreich bleibt Red Bull die einzige österreichische Marke unter den Top 100. Zweitwertvollste Marke in Österreich ist laut bereits Anfang Juli veröffentlichten Zahlen der Tiroler Glaskonzern Swarovski mit rund 3,3 Mrd. Euro, gefolgt vom Glücksspielkonzern Novomatic mit 2,8 Mrd. Euro.

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