Unglücks-Airline Malaysia kündigt alle Mitarbeiter

Unglücks-Airline Malaysia kündigt alle Mitarbeiter
Unglücks-Airline Malaysia kündigt alle Mitarbeiter

Nach den beiden Flugzeug-Abstürzen im Jahr 2014 ist Malaysia Airlines ist am Boden.

Der Absturz von MH17 über der Ukraine, die spurlos verschwundene MH370, insgesamt 537 Tote: Die Katasrophen-Airline Malaysia Airlines ist am Boden zerstört. Nun erhalten alle Mitarbeiter ein Kündigungsschreiben. 6.000 der 20.000 Beschäftigen werden fix gekündigt, die anderen können entscheiden, ob sie dem Unternehmen, das komplett umstrukturiert wird, weiter die Treue halten.

Der Absturz von MH17 über der Ukraine, die spurlos verschwundene MH370, insgesamt 537 Tote: Die Katasrophen-Airline Malaysia Airlines ist am Boden zerstört. Die nach zwei Flugzeugkatastrophen massiv angeschlagene Fluggesellschaft muss sich nun komplett neu aufstellen.

In einem ersten Schritt will sich die Malaysia nun definitiv von 6.000 Beschäftigten trennen. Entsprechende Überlegungen waren bereits im August 2014 bekannt geworden.
Alle 20.000 Mitarbeiter haben nun ein Kündigungsschreiben erhalten, den meisten sei jedoch eine Weiterbeschäftigung beim Neustart des Unternehmens angeboten worden, teilte der deutsche Airline-Chef Christoph Müller am Montag in Kuala Lumpur mit.

Malaysia Airlines CEO Christoph Müller

Müller soll das asiatische Unternehmen aus der Krise holen. "Ich bin betrübt darüber, dass wir uns von 6.000 Menschen trennen müssen", sagte der Manager. Demnach sollen die restlichen 14.000 Mitarbeiter innerhalb von zwölf Tagen entscheiden, ob sie in dem Unternehmen bleiben wollen. "Wir sind eigentlich pleite", sagte der frühere Aer-Lingus -Manager.

Diese Entwicklung habe bereits vor den "tragischen Ereignissen" im Jahr 2014 begonnen, sagt Müller mit Blick auf das mysteriöse Verschwinden von Flug MH370 und den Abschuss von Flug MH17 über der Ukraine. In diesem Jahr wolle er "die Blutung stoppen", 2016 die Geschäfte stabilisieren und 2017 wieder ein Wachstum erzielen, kündigte Müller am Montag in Kuala Lumpur an.

Airline am Boden

Malaysia Airlines wird vom malaysischen Staatsfonds Khazanah Nasional kontrolliert, der die Fluggesellschaft komplett umbauen will. Das Unternehmen soll sich laut Müller "neu erfinden" und sich in wenigen Monaten ein neues Image verpassen. Zudem wird erwartet, dass das Unternehmen auf unprofitable Langstreckenverbindungen verzichtet. Zudem will er internationale Verbindungen seltener anbieten oder die Routen ganz streichen sowie dem Luftfahrtkonzern eine neuen Markenauftritt verpassen. Malaysia Air werde aber nicht zu einer Regionalgesellschaft.

Das Unternehmen ist durch andere Traditionsgesellschaften und neue Billigflieger unter Druck geraten. Experten zufolge liegen die Kosten um 20 Prozent höher als bei Konkurrenten, etwa weil die Fluggesellschaft auf Geheiß der Regierung unprofitable Verbindungen anbietet und auf Druck der Gewerkschaften zu viel Personal beschäftigt.

DIe Situation hat sich nach zwei Abstürzen im vergangenen Jahr zugespitzt. Im März verschwand Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. Im Juli stürzte Flug MH17 über der Ostukraine ab, vermutlich nach Raketenbeschuss. Insgesamt kamen 537 Menschen ums Leben.

An der Börse ist die Airline schon früher abgestürzt. Anfang Dezember 2009 begann ein dramatischer Sturzflug. Das Papier (ISIN MYL3786OO000) wurde zum Penny-Stock. Ende 2014 wuede die Airline schließlich von der Börse genommen. Innerhalb von drei Jahren, wurde als ZIel ausgegeben, soll die Airline wieder einen Gewinn schreiben. Die Restrukturiereung soll umgerechnet 1,44 Milliarden Euro kosten.

Wirtschaft

Waschmaschine an Amazon: Ich brauche Waschpulver!

Wirtschaft

Neue Jahreszeit bei der Bank Austria: Vivaldi tritt als Vorstand ab

Wirtschaft

ILO-Trendbericht: Arbeitslosigkeit nahm 2015 global zu