Kunst und Kultur bringen 2,25 Billionen Dollar Umsatz

Die Kultur- und Kreativbranche macht weltweit 2,25 Billionen Dollar Umsatz und schafft 30 Millionen Jobs. Entgegen der landläufigen Meinung sind die USA trotz Hollywood nicht der größte Markt der Branche, und im Onlinehandel ist Musik nicht der größte Umsatzbringer.

Kunst und Kultur bringen 2,25 Billionen Dollar Umsatz

Blick in ein Bollywood-Kino: 12,7 Millionen Menschen arbeiten in Asiens Kultur- und Kreativbranche.

Kunst muss nicht immer brotlos sein. Das zeigt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens EY, laut der die Kultur- und Kreativindustrie weltweit pro Jahr 2,25 Billionen Dollar umsetzt – in etwa das Fünffache des österreichischen Bruttoinlandsprodukts.

Trotz Hollywood und Disney wird der Großteil des Geschäfts aber nicht in den USA erwirtschaftet, sondern in Asien: Mit 743 Milliarden US-Dollar macht der Ferne Osten rund ein Drittel des weltweiten Branchenumsatzes aus, gefolgt von Europa mit 709 Milliarden Dollar. Erst auf Platz 3 finden sich die USA mit 620 Milliarden Dollar. Mit 12,7 Millionen geschaffenen Arbeitsplätzen ist Asien zugleich der größte Jobmotor der Branche: Ein Viertel der Branche arbeitet hier.

In Asien sind die bildenden Künste mit 191,5 Milliarden Dollar der größten Umsatzbringer der Branche, in den USA ist es die TV-Branche mit 181,6 Milliarden Dollar. Europa hat die USA im Ranking vor allem deshalb überholt, weil die Werbebranche von den Studienautoren ebenfalls zur Kultur- und Kreativindustrie gezählt wird: Sie trägt hier 143,7 Milliarden Dollar zum Branchenumsatz bei.

Online treibt die Branche an

Zwei Faktoren sind den Studienautoren zufolge besonders starke Treiber für die Kreativbranche: Die Verfügbarkeit neuer Abspielgeräte und die daraus resultierende Digitalisierung der Inhalte.

Mit Abspielgeräten werden laut EY 532,3 Milliarden US-Dollar Umsatz generiert. Der größte Teil davon entfällt mit 283,5 Milliarden US-Dollar auf Abspielgeräte wie Fernseher und DVD-Player, gefolgt von Smartphones (193,2 Milliarden US-Dollar). Durch gesunkene Anschaffungspreise erschaffen diese Geräte neue Märkte, etwa in der asiatischen Mittelschicht.

Zugleich haben Smartphones, Tablets, Laptops und Smart-TVs dem Onlinehandel zum Siegeszug verholfen: rund 45 Prozent der Verkäufe entfallen laut EY inzwischen auf digitale Inhalte. Den Löwenanteil davon machen weder Musikdienste wie iTunes und Spotify, noch Onlinevideotheken wie Netflix aus – sondern die Computerspielbranche: Mit dem Verkauf von Online- und Mobilespielen erwirtschaftete sie 33,8 Milliarden Euro – das sind 34 Prozent des Gesamtumsatzes.

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