Kapitulation: Trennt Yahoo sich vom Kerngeschäft?

Insidern zufolge möchte sich der Internetgigant Yahoo von seinem Kerngeschäft aus Suchmaschinen und Werbung trennen. Die Konkurrenz ist einfach zu stark. Ungewiss ist auch die Zukunft von Yahoo-Chefin Marissa Mayer, die zunehmend in der Kritik steht.

Kapitulation: Trennt Yahoo sich vom Kerngeschäft?

Marissa Mayer hat für die Blogger-Plattform Tumblr zu viel bezahlt, meinen Kritiker.

Der unter Druck geratene US-Internet-Pionier Yahoo (US9843321061) wird einem Insider zufolge diese Woche über die Zukunft des Konzerns und seiner Chefin Marissa Mayer beraten. Die Führung erwäge den Verkauf des Kerngeschäfts mit Suchmaschinen und Werbung im Internet, sagte die mit den Überlegungen vertraute Person am späten Dienstag zur Nachrichtenagentur Reuters.

Wie das "Wall Street Journal" berichtete, wolle der Verwaltungsrat zwischen Mittwoch und Freitag zu mehreren Treffen zusammenkommen. Dabei solle auch diskutiert werden, ob Yahoo einen Plan zur Abgabe von Anteilen am chinesischen Online-Händler Alibaba (US01609W1027) im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar (28,3 Milliarden Euro) vorantreiben werde.

Yahoo wollte sich nicht dazu äußern. Der Aktienkurs des Konzerns schoss im nachbörslichen US-Handel um mehr als sieben Prozent in die Höhe.

Auch Tumblr konnte Yahoo nicht retten

Yahoo ist gegenüber den Konkurrenten Google und Facebook weit ins Hintertreffen geraten. Auch mehrere Übernahmen und ein Umbau konnten das bisher nicht ändern. So brachte der gut eine Milliarde Dollar teure Zukauf der Blogger-Plattform Tumblr vor zwei Jahren zwar zusätzliche Nutzer, aber die erhofften Einnahmen durch Online-Werbung blieben aus. Investoren bemängeln, dass Mayer zu viel für Tumblr gezahlt hat.

Weil die Erfolge der Yahoo-Sanierung überschaubar sind, gerät die Firmenchefin nun selbst zunehmend in die Kritik. Sie hatte das Amt Mitte Juli 2012 angetreten. Zuvor hatte sie 13 Jahre lang für den Rivalen Google gearbeitet.

In ihrer Zeit bei Yahoo gab es immer wieder Rückschläge. Die auf Druck der Aktionäre angepeilte Abspaltung von Alibaba geriet ins Stocken, weil die US-Steuerbehörde IRS ablehnte, dem Vorhaben Steuerfreiheit zuzugestehen. Yahoo kündigte zwar an, an den Plänen festzuhalten, hat sie bisher aber nicht weiter vorangetrieben. Zuletzt forderte der Investor Starboard Yahoo auf, sich aus dem Kerngeschäft zurückzuziehen und den Alibaba-Anteil zu behalten.

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