Nach der Insolvenz: Mifa hat einen neuen Eigentümer

Die Unternehmerfamilie Nathusius steigt beim insolventen Fahrradhersteller Mifa ein, nachdem ein Einstieg der indischen indischen Fahrrad-Konzerns Hero Cycles gescheitert ist. Die Aktionäre der börsenotierten Mifa AG gehen dabei wohl leer aus - die Aktie stürzt ins Bodenlose.

Nach der Insolvenz: Mifa hat einen neuen Eigentümer

Der insolvente Fahrradhersteller Mifa hat einen neuen Eigentümer. Die Unternehmerfamilie Nathusius, der in Sachsen-Anhalt bereits der Autozulieferer IFA-Rotorion gehört, übernimmt das Unternehmen aus Sangerhausen, wie Mifa-Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Freitag mitteilte. Der Vertrag sei in der Nacht unterschrieben worden. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt den Kauf mit einer Bürgschaft. Die Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG war in Schieflage geraten, nachdem jahrelange Schlampereien bei der Verbuchung von Vorräten zu einem millionenschweren Bilanzloch geführt hatten. Der erhoffte Einstieg des indischen Fahrrad-Konzerns Hero Cycles war geplatzt, weshalb die Mifa mit ihren 600 Mitarbeitern Insolvenz anmelden musste.

Zum Verkaufspreis sei Stillschweigen bewahrt worden, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Zuletzt hatte es geheißen, dass ein neuer Eigentümer 20 Millionen Euro investieren müsse, um die Produktion für 2015 sicherzustellen.

Aktie ist tiefrot

Der ehemalige Krupp-Manager Heinrich von Nathusius hatte 1992 das IFA-Gelenkwellenwerk in Haldensleben von der Treuhandanstalt gekauft. "Ich bin der Meinung, dass unsere IFA-Kunden den Begriff der Mobilität auch auf andere Mobilitätswege beziehen", sagte der 71-Jährige der "Magdeburger Volksstimme". "In unserer Struktur besteht daher für die Mifa ein enormes Potenzial." Seit Juli führt sein Sohn Felix die stark gewachsene IFA-Rotorion, die im vergangenen Jahr mit 2700 Mitarbeitern 407 Millionen Euro umsetzte.

Der neue Eigentümer übernimmt nur den Geschäftsbetrieb der Mifa rückwirkend zum 1. Dezember und steigt nicht in die börsennotierte Mifa AG (ISIN: DE000A0B95Y8) ein. Deren Aktionäre könnten nur dann in dem unwahrscheinlichen Fall mit Zahlungen rechnen, wenn mit dem Verkaufspreis alle Forderungen der Gläubiger befriedigt werden könnten. Die Aktien lagen kurz vor 12 Uhr 43 Prozent im Minus, bei einem aktuellen Wert von 34 Cent. Carsten Maschmeyer, Gründer des Finanzdienstleisters AWD und einst größter Mifa-Anteilseigner, hatte seine Aktien in der Insolvenz nach und nach verkauft.

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