Immer wieder Deutschland: Rekordjahr für die Wirtschaft

Immer wieder Deutschland: Rekordjahr für die Wirtschaft

Der Stern der deutschen Wirtschaft leuchtet heller denn je.

Im vergangenen Jahr hat die deutsche Wirtschaft Waren im Wert von insgesamt 1,1 Billionen Euro exportiert und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Die Nachfrage nach Produkten "made in Germany" ist ungebrochen. Die Ausfuhren deutscher Unternehmen stiegen im Februar trotz aller Krisen weiter. Auch an der Börse setzt sich der deutsche Höhenflug ungebrochen fort.

Deutschland Wirtschaft brummt wie nie zuvor. Mit einem Exportvolumen von 1,134 Billionen Euro - einem Plus von 3,7 Prozent - haben die deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr einen neuen Rekord aufgestellt. Der Außenhandelsüberschuss ist größer denn je und auch die Importe in das Land des Fußballweltmeisters haben mt 917 Milliarden Euro einen neuen Spitzenwert erreicht. In Summe trägt damit der Außenhandel zu einem Drittel zum deutschen Bruttoinlandsprodukt bei.

Damit nicht genug: Auch an der Börse führen die deutschen Unternehmen alle anderen vor. Obwohl einzelne Analysten seit Wochen erwarten, dass Anleger irgendwann einmal auch das Heu einfahren und Kasse machen übertrifft sich der deutsche Aktienindex Dax laufend selbst. Aktuell notiert er bei 12.123 Punkten und hat damit im laufenden Jahr bereits 22,75 Prozent zugelegt. Noch beachtlicher ist die Fünfjahresbilanz: Seit 2010 hat sich der Dax beinahe verdoppelt. Das Plus liegt aktuell bei 92,58 Prozent.

Ein Ende des Aufschwungs ist nicht absehbar, denn egal ob Luxusschlitten oder High-Tech-Maschinen: Deutsche Produkte haben weltweit ein gutes Image. Nur 37 Prozent der Exporte verbleiben in der Eurozone. Der wichtigste Handelspartner ist zwar seit vielen Jahren Frankreich, gleich dahinter folgen allerdings die USA, Großbritannien und China. Durch Wertverlust des Euro gegenüber den anderen wichtigen Weltwährungen (Aktuelle Wechselkurse: EUR/USD, EUR/JPY, EUR/CHF) sind die Waren "Made in Germany" in den Wachstumsmärkten Asiens deutlich günstiger geworden. Auch in den USA, wo die Wirtschaft nach einer langen Rezession wieder richtig in Schwung kommt, gibt es deutsche Qualitätsprodukte jetzt zum Diskontpreis. In China bremst sich das Wirtschaftswachstum zwar deutlich ein, es dürfte aber im laufenden Jahr immer noch bei sieben Prozent liegen.

Positive Impulse werden auch aus den ASEAN-Staaten (Myanmar, Thailand, Kambodscha, Singapur, Indonesien, Laos, Vietnam, Malaysia, Philippinen, Brunai) erwartet. Die Rückgänge im Handel mit Russland, der der Ukraine und einigen Nachbarstaaten dieser Länder kann die deutsche Wirtschaft durch die Geschäfte in den anderen Weltregionen locker wegstecken.

Der nächste Rekord

Nach dem Rekord ist vor dem Rekord: Der deutsche Außenhandelsverband BGA rechnet angesichts der positiven Signale für 2015 mit einem weiteren Exportplus von 4,5 Prozent und also einem neuerlichen Rekord von geschätzten 1,185 Billionen Euro. Auch die Einfuhren sollten um etwa vier Prozent auf 954 Milliarden Euro zulegen, der Außenhandelsbilanzüberschuss damit auf 231 Milliarden Euro weiter steigen. Ökonomen der Deutschen Bank sind ähnlich optimistisch: "Dank der Abwertung des Euro und der weiteren moderaten Erholung der Weltwirtschaft im Jahresverlauf dürften die deutschen Ausfuhren mit 4,4 Prozent ein leicht höheres Wachstum als im Vorjahr verzeichnen."

Der neuerlich erwartete Exportrekord ist auch ein Garant für weiteres Wachstum und eine sinkende Arbeitslosenquote - 2004 lag sie im Jahresschnitt bei 6,7 Prozent. Jeder dritte Arbeitsplatz Deutschlands ist nämich dem Außenhandel zu verdanken.

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