Studie: In Europa arbeitet niemand so lange wie die Griechen

Studie: In Europa arbeitet niemand so lange wie die Griechen

Mit knapp 42 Stunden pro Woche arbeiten die Griechen einer aktuellen Auswertung zufolge länger als jedes andere europäische Volk. Doch es kommt nicht nur auf die Anwesenheit am Arbeitsplatz an - sondern auch darauf, was man in dieser Zeit leistet.

Qlik, ein Anbieter von Datenanalysen und –visualisierungen, hat Datenmaterial aus verschiedenen europäischen Quellen analysiert, um das Arbeitsleben in verschiedenen europäischen Staaten abzubilden. Dabei ergibt sich unter anderem, dass die Griechen in punkto geleisteter Arbeitsstunden die Spitzenposition in Europa einnehmen: Knapp 42 Stunden arbeiten griechische Arbeitnehmer durchschnittlich pro Woche, während Österreicher mit durchschnittlich nur 36,7 Arbeitsstunden relativ viel Freizeit haben und Deutsche mit 35,3 Stunden sogar noch weniger arbeiten.

Allerdings ist die reine Anwesenheit nicht das Maß aller Dinge, es kommt auch auf die Produktivität an – und hier schneiden die Griechen deutlich schlechter ab: 23 Euro trägt man in Hellas pro Arbeitsstunde zum heimischen BIP bei, knapp weniger als die Tschechen mit 24 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde. Europäischer Spitzenreiter ist hingegen Luxemburg mit 57 Euro BIP-Beitrag pro geleisteter Arbeitsstunde, gefolgt mit deutlichem Abstand von Belgien und den Niederlanden (jeweils 43 Euro). Das europäische Schlusslicht ist Lettland, dessen Arbeitnehmer nur 18 Euro pro Stunde zum BIP beitragen.

Die Produktivität spiegelt sich auch in den Gehältern wider: Mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 52.041 Euro sind Luxemburger die Spitzenverdiener in Europa; Österreich rangiert mit einem Jahresgehalt von durchschnittlich 33.666 Euro im europäischen Vergleich auf dem neunten Platz. Laut Pablo Calderón Martínez, Dozent für European Studies am Kings College in London, zeigen die Ergebnisse deutlich, dass Produktivität wichtiger ist als die geleisteten Arbeitsstunden: „Länder mit einer hohen Produktivität haben höhere Gehälter und eine niedrigere Arbeitslosenquote“, lautet die Schlussfolgerung des Wissenschaftlers.

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