Diese 4 Faktoren bedrohen die deutsche Wirtschaft

Innerhalb Europas gilt die deutsche Wirtschaft als Fels in der Brandung. Doch nun drohen der niedrige Ölpreis, die Flaute in den Schwellenländern, das Damoklesschwert der Eurokrise und ein möglicher Brexit zur Gefahr für Deutschland zu werden.

Diese 4 Faktoren bedrohen die deutsche Wirtschaft

Deutschland hat sich den Ruf einer Teflon-Wirtschaft erarbeitet. Während in Europa viele Staaten erst wegen der Finanz- und dann der Schuldenkrise in Rezession und Rekordarbeitslosigkeit versanken, glänzte Deutschland über Jahre mit robustem Wachstum, Exportboom und Rekordbeschäftigung. Doch jetzt wächst die Gefahr, dass an der Teflon-Wirtschaft doch etwas hängen bleibt. "Wir müssen höllisch aufpassen", warnt der Präsident des Exportverbandes BGA, Anton Börner. Das sind die größten Risiken:

1. BREXIT

Ein möglicher EU-Austritt Großbritanniens schreckt die Unternehmen. "Die Frage, ob Großbritannien in Europa bleiben wird, ist viel wichtiger als die Frage, ob Griechenland im Euro bleibt", sagt Commerzbank-Chef Martin Blessing. Erstens kann das der Anfang vom Ende der EU sein, könnten doch weitere Länder dem Beispiel folgen und die Union verlassen.

Zweitens droht der sogenannte "Brexit" Großbritannien zumindest kurzfristig wirtschaftlich zu schaden, da Investoren zögern oder sich sogar von der Insel zurückziehen dürften. Das wiederum würde auch Deutschland treffen, ist doch das Vereinigte Königreich drittgrößter Abnehmer deutscher Waren - noch vor China. Schon 2016 könnte es zum Referendum über den EU-Verbleib kommen.

2. KRISE DER SCHWELLENLÄNDER

Als Exportnation ist Deutschland von der Weltkonjunktur abhängig. Und die zeigt Ermüdungserscheinungen. Die aufstrebenden Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben jahrelang das Wachstum der Weltwirtschaft angeschoben. Doch damit ist es vorbei.

Brasilien und Russland stecken in der Rezession, Südafrika hat einige Gänge zurückgeschaltet. China rechnet in den kommenden Jahren nur noch mit Wachstumsraten um 6,5 Prozent - so wenig wie seit gut einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Die Industriestaaten-Organisation OECD rechnet deshalb in den kommenden Jahren mit einer mauen Weltkonjunktur. "Die Erholung ist mühsam, zögerlich, langwierig", sagt OECD-Experte Christian Kastrop.

3. ÖL-STAATEN

Der arabische Raum galt dank seines Ölreichtums lange als einer der interessantesten Absatzmärkte für deutsche Produkte. "Mit den sicherheitspolitischen Risiken und dem niedrigen Ölpreis hat sich dies jedoch radikal verändert", klagt BGA-Chef Börner.

Der Bürgerkrieg in Syrien und der Vormarsch der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) destabilisiert die gesamte Region. Hinzu kommt, dass der niedrige Ölpreis Ländern wie Saudi-Arabien zu schaffen macht. Die Rating-Agentur S&P etwa sagt dem Königreich in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit von 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts voraus.

4. EURO-KRISE

Sie kann jederzeit wieder aufflammen, fürchten Experten. Seit der Einigung im Sommer auf ein neues Hilfspaket für Griechenland hat sich die Lage zwar beruhigt. Doch zweifeln viele Ökonomen daran, ob sich das hoch verschuldete und wirtschaftlich angeschlagene Land dauerhaft in der Euro-Zone halten kann. "Das Land ist chronisch nicht wettbewerbsfähig", warnt etwa Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

In Portugal hat rund einen Monat nach der Parlamentswahl ein Linksbündnis die Mitte/Rechts-Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho gestürzt, der den Spar- und Sanierungskurs fortsetzen wollte. An den Finanzmärkten wächst bereits die Furcht von einer Abkehr Portugals vom Reformkurs: Viele Anleger haben portugiesische Staatsanleihen aus ihren Depots geworfen.

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