EZB rechnet mit länger anhaltender Stagnation

EZB rechnet mit länger anhaltender Stagnation

Dunkle Wolken über der EZB-Zentrale in Frankfurt: In der Euro-Zone bleibt das Wirtschaftswachstum bescheiden.

Europas Wirtschaft wird sich so schnell nicht erholen. Diese ernüchternde Erkenntnis kommt von Experten der EZB. Erst langfristig werde sich sich die Inflationsrate wieder an die Zielmarke von zwei Prozent annähern.

Experten rechnen noch einige Zeit mit einer Phase niedriger Inflation und eher bescheidenem Wachstum in der Euro-Zone. Erst langfristig wird sich die Inflationsrate mit 1,8 Prozent wieder der Zielmarke der Währungshüter von knapp unter zwei Prozent annähern, wie aus der am Donnerstag von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichten Umfrage unter professionellen Beobachtern ihrer Geldpolitik hervorgeht. Für dieses Jahr senkten die Experten ihre Inflationsprognose wegen des schwachen Ölpreises auf 0,1 Prozent. Noch im Januar war für 2015 eine Teuerungsrate von 0,3 Prozent erwartet worden.

Für die Jahre 2016 und 2017 rechnen die Experten hingegen wieder mit einer stärkeren Inflation. Als Gründe wurden die Geldpolitik der EZB sowie die Kursentwicklung des Euro genannt. Die Beobachter rechnen für 2016 mit einem Wert von 1,2 (bisher 1,1) Prozent und für 2017 mit 1,6 (1,5) Prozent. Die Experten hoben zudem ihre Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt an. Die Wirtschaftsleistung soll in diesem Jahr nun um 1,4 Prozent (bisher 1,1) anziehen, 2016 um 1,7 Prozent (1,5) und 2017 um 1,8 Prozent (1,7).

Die EZB befragt vierteljährlich professionelle Beobachter ihrer Geldpolitik. Die Umfrage dient dem Abgleich der Sicht der Zentralbank mit der Einschätzung der Akteure am Finanzmarkt.

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